• 16. Januar 2021 · 09:09 Uhr

Veränderung als Stärke: Warum sich Mercedes auf 2022 freut

Obwohl Mercedes durch das neue Reglement ab 2022 seine Vormachtstellung verlieren könnte, freut man sich laut Toto Wolff auf die neuen Herausforderungen

(Motorsport-Total.com) - Sieben Mal in Folge gewann Mercedes in der Formel 1 seit 2014 die Fahrer- und die Konstrukteurs-WM. Man könnte annehmen, dass es den Stuttgartern daher gerade recht wäre, auch in den kommenden Jahren am Status Quo in der Königsklasse festzuhalten. Doch laut Teamchef Toto Wolff ist dies keinesfalls so.

Toto Wolff

Toto Wolff wird auch in den kommenden Jahren Mercedes-Teamchef sein Zoom Download

Im Hinblick auf die anstehende Saison erklärt er gegenüber 'Motorsport-Total.com': "Für uns wird es ein interessantes Jahr, denn wir müssen uns wegen der Budgetobergrenze anders als zuvor aufstellen." 2021 greift erstmals der neue Kostendeckel. Maximal 145 Millionen US-Dollar dürfen die Teams in diesem Jahr noch ausgeben.

2021 wird daher laut Wolff eine "beachtliche Herausforderung", bevor es dann 2022 mit dem komplett neuen Reglement sogar ein "großes Erdbeben" in der Formel 1 geben werde. Mercedes könnte dadurch seine Vormachtstellung verlieren. "Es gibt Faktoren, die gegen uns arbeiten. Das motiviert uns enorm", gibt sich der Österreicher angriffslustig.


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"Wir denken, dass wir eine sehr gute Organisation haben", sagt Wolff weiter. Daher sei man gut auf die Dinge vorbereitet, die Mercedes in den kommenden beiden Jahren erwarten. "Wir akzeptieren Veränderungen. Das haben wir in der Vergangenheit immer getan. Daher freut sich die Organisation sehr auf 2022", so Wolff.

Seit Dezember ist klar, dass der Österreicher selbst auch weiterhin ein Teil der Mercedes-Reise sein wird. Mindestens bis Ende 2023 wird er dem Rennstall als Teamchef erhalten bleiben. "Ich genieße die Verbindungen, die ich innerhalb des Teams habe. Und solange ich denke, dass ich etwas beitragen kann, ist das meine Rolle", so Wolff.


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"Gleichzeitig muss ich sicherstellen, dass ich in der Führung des Teams keinen Flaschenhals schaffe. Das ist meine Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitern, Mercedes und den Shareholdern von Mercedes GP", erklärt Wolff. Zu gegebener Zeit wolle er die Führung an jemanden weitergeben, "der besser als ich ist."

Absehbar wird das aber zunächst einmal nicht der Fall sein. Dabei gab es im vergangenen Jahr noch Spekulationen darüber, dass Wolff Mercedes komplett den Rücken kehren könnte, weil er lange Zeit keinen neuen Vertrag unterschrieb. Laut ihm selbst sei es aber völlig "normal", dass es etwas länger gedauert habe.

Das habe auch nichts mit einer angeblich angespannten Beziehung zu Daimler-Boss Ola Källenius zu tun. "Meine Beziehung zu Ola, Daimler, dem Vorstand und verschiedenen Leuten, die für Daimler arbeiten, ist so gut, wie sie nur sein kann", betont Wolff, der zuletzt sogar sagte, er habe sich "fürs Leben" an den Mercedes-Rennstall gebunden.

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