• 14. Dezember 2020 · 13:38 Uhr

George Russell: "Gibt vieles, worauf wir stolz sein können"

Williams-Fahrer George Russell erklärt, warum er sein Finalwochenende in Abu Dhabi als "halb ordentlich" bezeichnet und was er aus 2020 mitnimmt

(Motorsport-Total.com) - Platz 15 zum Abschluss in Abu Dhabi für George Russell und Williams, aber keine Punkte für das britische Traditionsteam in der Formel-1-Saison 2020, und das erstmals überhaupt. Nie zuvor hat Williams ein derart schlechtes Rennjahr hingelegt. Doch Russell meint: Die Fortschritte gegenüber 2019 seien unübersehbar.

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George Russell und Williams waren 2020 schneller, aber blieben ohne WM-Punkte Zoom Download

Er sagte nach dem Abu-Dhabi-Grand-Prix: "Williams hat sich als Team verbessert." Russell spricht sogar von "großen Sprüngen", die im Vergleich zum Vorjahr gelungen seien. Tatsächlich scheint der Rennstall aus Grove damit die klare "rote Laterne" in der Formel 1 abgegeben zu haben, zumindest teilweise. Und Russell wusste auch im Qualifying zu überzeugen, mit insgesamt zehn Q2-Teilnahmen.

Einzig Top-10-Ergebnisse blieben aus. 2019 hatte Williams bekanntlich beim Deutschland-Grand-Prix in Hockenheim von widrigen Verhältnissen profitiert und mit Robert Kubica einen Punkt ergattert. Seither kam nichts Zählbares dazu.

Wie Williams von Russells Mercedes-Einsatz profitiert

Deshalb wähnt Russell Williams zwar auf dem richtigen Weg, "aber noch nicht da, wo wir hinwollen", wie er meint. "Immerhin: Wir haben das Beste aus einem schwierigen Auto gemacht. Es braucht aber halt noch mehr Leistung, noch mehr Abtrieb. Hoffentlich kriegen wir das über den Winter hin."

Was dabei helfen könnte: Russells Einsatz bei Mercedes im Sachir-Grand-Prix. Denn dabei hat der britische Rennfahrer natürlich genau hingeschaut, was beim Weltmeisterteam anders läuft als bei Williams. "Das war eine große Chance, und nicht nur für mich, sondern auch für das Team", erklärt er.

Rein personell sehe er Williams "in den Top 5" der Formel 1, einzig auf technische Seite herrsche Nachholbedarf. "Der Sport wird eben dominiert vom Abtrieb, und gerade da fehlt es uns", sagt Russell. Er wisse nun aber besser Bescheid darüber, in welchen Bereichen sich Williams gezielt steigern könne.

Russell kann sich selbst jetzt besser einschätzen

Außerdem habe er jetzt einen besseren Eindruck von seinem eigenen Standing, sagt Russell. "Ich habe in den vergangenen eineinhalb Jahren versucht, mich als Fahrer zu verbessern. Wenn du aber hinten fährst, dann weißt du es nie genau."

"Die Chance [in Bahrain] war großartig, mal gegen Valtteri [Bottas] zu fahren und jemanden als Messlatte zu haben, der über die Jahre Lewis herausgefordert hat." All das führt ihn zu einem klaren Fazit: "Ich glaube es gibt vieles, worauf wir stolz sein können in diesem Jahr."

Seinen persönlichen Saisonabschluss in Abu Dhabi aber bezeichnet er nur als "halb ordentlich". Begründung: "Wir haben das Auto in einem Stück ins Ziel gebracht, aber wir hatten Probleme mit überhitzenden Bremsen. Ich konnte in den Kurven nicht so attackieren, wie ich wollte. Das hat es schwierig gemacht."

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