• 10. Dezember 2020 · 20:52 Uhr

Daniil Kwjat: Noch immer keine Absage von Red Bull erhalten

Formel-1-Fahrer Daniil Kwjat erklärt, was er schon jetzt über seine Motorsport-Zukunft weiß und wie er sich die nächsten Jahre seiner Laufbahn vorstellt

(Motorsport-Total.com) - Kommuniziert wurde die Entscheidung noch nicht, intern aber ist sie wohl bereits gefallen - zugunsten von Formel-2-Aufsteiger Yuki Tsunoda. Der Japaner soll in der Formel-1-Saison 2021 seine Chance bei AlphaTauri bekommen. Dafür muss dann Daniil Kwjat sein Cockpit räumen. Bisher aber hat Red Bull den Russen noch nicht über dessen Zukunft informiert.

Daniil Kwjat, Pierre Gasly

Blickt in eine ungewisse Zukunft: Formel-1-Fahrer Daniil Kwjat von AlphaTauri Zoom Download

Kwjat selbst jedenfalls gab vor dem Formel-1-Finale in Abu Dhabi an, man habe ihn bislang nicht in Kenntnis gesetzt über die Fahrerplanung für 2021. "Keine Ahnung, warum es so lange dauert, bis es Neuigkeiten gibt", sagt Kwjat.

"Wir hatten anfängliche Gespräche, würde ich sagen. Ich glaube, wir werden es bald erfahren, so oder so. Das Beste ist aber, diese Fragen direkt an Helmut [Marko] zu addressieren."

Kwjat will sich "alle Optionen" offenhalten

Und solange er nichts definitiv wisse, solange halte er sich alle Optionen offen. O-Ton: "Derzeit schließe ich nichts aus. Ich habe aber auch einen Manager, Nicolas Todt. Er führt Gespräche, sichtet Optionen. Wir sind ständig in Kontakt. Ich bin offen für vieles."

Priorität habe aber für ihn, die Saison zu Ende zu bringen. "Dann treffen wir Entscheidungen", meint Kwjat. "Und klar: Wenn ich keinen Platz für 2021 haben sollte, dann würde ich mein Bestes dafür geben wollen, 2022 in die Formel 1 zurückzukehren."

Er könne der Formel 1 nämlich noch vieles geben, sagt Kwjat, zumal er seit seinem Comeback wesentlich gereift sei. Er betont: "Nach meiner ersten Formel-1-Phase hatte ich nicht mal verstanden, was passiert war. Es war alles so schnell gegangen."

Im Rückblick: Zu schnell in die Formel 1 gekommen?

"Ich war direkt aus der GP3 aufgestiegen, ohne Zwischenschritt. Und nach einem Jahr bei Toro Rosso kam ich zu Red Bull. Wir alle wissen, was dann passiert ist. Danach kamen ein paar schwierige Jahre."


Fotostrecke: Red-Bull-Junioren in der Formel 1

Tatsächlich kam Kwjat nach seinem Aus bei Red Bull zunächst bei Ferrari unter, wo er die Saison 2018 als Test- und Simulator-Fahrer bestritt, ehe er 2019 zu Toro Rosso zurückgeholt wurde. "Da ging ich die Dinge dann ganz anders an", sagt er rückblickend.

"Ich glaube, mir fehlte es in der Formel 1 immer etwas an Erfahrung, weil alles so schnell gegangen war." Deshalb habe er sich bei seinem Comeback im Jahr 2019 bewusst Zeit gelassen. "Ich hatte nicht vergessen, was ich zuvor getan hatte, aber ich habe ganz von vorne angefangen, so als wäre ich wieder ein Rookie. So habe ich Neues dazugelernt."

Jetzt "bereit" für höhere Aufgaben

2020 seien ihm weitere Fortschritte gelungen. "Und erst jetzt fühle ich mich bereit, um immer auf hohem Niveau zu fahren", erklärt Kwjat. "Wenn jetzt die Gelegenheit in einem Topteam kommen würde, dann wäre es anders. Denn selbst unter hohem Druck kann ich jetzt einhundert Prozent abrufen. Das ist in der Vergangenheit ein Problem für mich gewesen."

Doch einen Platz in einem Formel-1-Topteam wird Kwjat 2021 vermutlich nicht erhalten, wahrscheinlich überhaupt keinen Platz in der Formel 1. (Übersicht: Alle noch freien Cockpits für 2021.)

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