• 29. November 2020 · 09:39 Uhr

Horner: Wichtig, dass der Motoren-Freeze keine Nachteile einfriert

Christian Horner spricht sich weiter für einen Motorenfreeze aus, will aber eine Korrekturmöglichkeit für Hersteller mit einem Performance-Nachteil

(Motorsport-Total.com) - Obwohl zunächst Widerstand herrschte, haben Ferrari und Renault am Rande des Bahrain-Grand-Prix nun auch Bereitschaft signalisiert, einer Einfrierung der Motoren zuzustimmen. Ferrari hat dies an die Bedingung geknüpft, das neue Motorenreglement von 2026 auf 2025 vorzuziehen. Der Vorschlag war ursprünglich von Red Bull gekommen, um auch über 2021 hinaus die Technologie von Honda nutzen zu können.

Christian Horner

Christian Horner hofft, 2022 weiter mit Honda-Motoren fahren zu können Zoom Download

Teamchef Christian Horner hält die Meinungsänderung der Konkurrenz daher für "gute Nachrichten für die Formel 1", wie er sagt. Hauptargument für den Briten sind dabei die immens hohen Kosten der aktuellen Technologie. "Vor allem mit der neuen Technologie für 2026 oder vielleicht 2025 ist es wenig sinnvoll, weiter hunderte Millionen Dollar in diese Motoren zu investieren."

Daher sei es vernünftig, die Kosten unter Kontrolle zu bekommen und die aktuellen Motoren einzufrieren - auch weil man so Kosten einer Parallelentwicklung stoppen kann.

Horner: Darf für keinen einen Nachteil geben

Allerdings muss die Formel 1 aufpassen, denn kein Hersteller will zum Zeitpunkt des Freeze im Nachteil sein und diesen über Jahre mit sich herumschleppen. "Es muss einen Mechanismus geben, dass man es korrigieren kann, wenn ein Hersteller es nicht ganz hinbekommen hat, ansonsten ist man mit einem Nachteil gefangen", sagt Horner.


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Doch der Brite sieht bei allen Herstellern Argumente, wieso man diese Einfrierung eingehen kann. Ferrari bringt für 2022 einen neuen Motor, Renault ebenfalls. "Und Mercedes hat den dominantesten Motor. Und Kosten sind für alle sehr wichtig", so der Red-Bull-Teamchef. "Wir haben schon einen Hersteller verloren, wir wollen keinen weiteren verlieren."

Daher sei es jetzt an der Zeit, nach sechs Jahren Maßnahmen zu treffen. Natürlich sagt Horner das nicht ganz uneigennützig, denn für Red Bull geht es darum, weiter mit den Honda-Triebwerken fahren zu können. "Ohne Freeze wäre das absolut unmöglich", sagt er. "Es gibt noch ein paar andere Hürden, aber aus Regelsicht wäre jeder Deal mit Honda ohne Freeze undenkbar."

Red Bull würde Mammutprojekt versuchen

Für Red Bull wäre die Übernahme des Motorenprogramms aber auch mit Freeze ein Mammutprojekt, das man jedoch stemmen wollen würde. "Es ist eine große Herausforderung, aber wir haben das Glück, dass Hondas Entwicklungsabteilung in Milton Keynes ist, also direkt um die Ecke."


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"Es gibt dort ein paar sehr fähige Leute, und wir haben das Glück, dass wir in Großbritannien einen Talentpool um uns haben", so Horner weiter. "Wir haben schon mit dem Chassis demonstriert: Wenn man sich reinhängt, dann ist das Unmögliche möglich", sagt der Teamchef.

Offene Gespräche mit Honda über diesen Plan existieren, "aber natürlich wäre das Reglement das erste Puzzleteil dafür, damit es überhaupt eine mögliche Option für uns ist."

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