• 01. November 2020 · 11:59 Uhr

Ferrari: Regeländerungen für 2022 gehen nicht weit genug

Warum Ferrari-Teamchef Mattia Binotto die neuen Formel-1-Autos für 2022 nicht als Allheilmittel betrachtet und welche Änderungen er sich zusätzlich wünscht

(Motorsport-Total.com) - "Die Voraussetzungen sind gut", meint Mattia Binotto. Er hält das neue Formel-1-Reglement für 2022 mit ganz neuen Autos für einen wichtigen und richtigen Schritt. Bei 'Sky' sagt er aber auch: "Es wäre ein Fehler, zu glauben, dass das ausreicht. Denn wenn wir die Show verbessern wollen, dann brauchen wir auch neue sportliche Regeln, nicht nur technische."

F1 2022

Die Formel-1-Vision für 2022: Binotto setzt aber nicht nur auf die neuen Autos Zoom Download

Deshalb sei es seiner Meinung nach entscheidend, wie die Formel 1 ab 2022 präsentiert werde. "Ein Beispiel: Ich persönlich mag Kiesbetten. Wir haben es in Mugello gesehen, wo Fahrer für ihre Fehler bezahlen mussten", sagt Binotto. Er spricht sich damit, genau wie Mercedes-Sportchef Toto Wolff, für ein Umdenken aus.

Die Formel 1 sei grundsätzlich offen für solche Änderungen, betont Binotto. "Ich weiß: Man arbeitet an vielen Aspekten dieser Art. Chase Carey hat damit begonnen und Stefano [Domenicali] wird da weitermachen. Ich halte das für die richtige Richtung."

Ist die Formel 1 zu kompliziert?

Außerdem müsse die Rennserie daran arbeiten, nicht zu kompliziert und komplex zu wirken, so sagt der Ferrari-Teamchef: "Die technischen Regeln etwa sind sehr restriktiv. Das macht es schwierig, etwas Neues zu erfinden." Was die Möglichkeit auf Leistungszugewinne einschränke.


Die 10 hässlichsten F1-Autos nach Regeländerungen

Video wird geladen…

Die 10 hässlichsten F1-Autos nach Regeländerungen

Eine große Regeländerung kann dafür sorgen, dass sich die Formel-1-Autos optisch zu ihrem Nachteil entwickeln. Hoffen wir, dass es 2021 anders wird Weitere Formel-1-Videos

Von einer anderen Perspektive betrachtet sei die viele Technik vielleicht auch ein Spannungskiller. "Mehrfach habe ich bereits Vorschläge gehört, man solle doch die Anzahl der Sensoren in den Autos reduzieren, um wieder mehr Unsicherheit ins Spiel zu bringen", sagt Binotto und meint: "Darüber kann man nachdenken."

Er gibt allerdings zu bedenken: "Diese Sensoren tragen auch zur Sicherheit bei, genau wie der Funkverkehr. Das darf man nicht vergessen. Es braucht also einen Kompromiss."

Entscheidend hierbei und bei allen weiteren Themen sei deshalb, dass die Beteiligten "optimistisch" blieben und "gemeinsam an einem Strang ziehen", und zwar "ohne zu voreiligen Schlüssen zu kommen", so Binotto. Dann werde die Formel 1 "weiter florieren".

Anzeige
Anzeige

Fotos & Fotostrecken

"Rush" - Szenen aus dem Kinofilm
"Rush" - Szenen aus dem Kinofilm
Max Verstappen & Helmut Marko bei ServusTV
Max Verstappen & Helmut Marko bei ServusTV

FIA-Gala 2021 in Paris
FIA-Gala 2021 in Paris

Zum Mitraten: Die ursprünglichen Helmdesigns der Formel-1-Piloten 2021
Zum Mitraten: Die ursprünglichen Helmdesigns der Formel-1-Piloten 2021

Reifen- und Young-Driver-Test in Abu Dhabi
Reifen- und Young-Driver-Test in Abu Dhabi
Dienstag
Formel1.de auf YouTube

Formel-1-Quiz

Mit welchem Motor wurde Mika Häkkinen in der Saison 1998 Weltmeister?

Top-Motorsport-News

Ulrich Fritz verteidigt AMG-Teamorder: "Warum war der Ferrari so stark?"
DTM - Ulrich Fritz verteidigt AMG-Teamorder: "Warum war der Ferrari so stark?"

WEC 2022: WRT bestätigt Neuzugang Sean Gelael und zweites Auto
WEC - WEC 2022: WRT bestätigt Neuzugang Sean Gelael und zweites Auto

Stephane Peterhansel vom neuen Audi überzeugt: "2023 müssen wir gewinnen"
Dakar - Stephane Peterhansel vom neuen Audi überzeugt: "2023 müssen wir gewinnen"

"Grello"-Fahrer 2022: Manthey-Porsche mit vier Werks-Assen
VLN - "Grello"-Fahrer 2022: Manthey-Porsche mit vier Werks-Assen
Tickets
Formel 1 App

Folge Formel1.de