• 05. Oktober 2020 · 14:27 Uhr

Wegen COVID-19: Türkei-Grand-Prix nun doch ohne Zuschauer

Die Ambitionen waren mit 100.000 geplanten Zuschauern groß: Nun muss Istanbul seine Pläne aufgeben, beim Formel-1-Rennen im nächsten Monat Fans zuzulassen

(Motorsport-Total.com) - Zum Renncomeback der Formel 1 in der Türkei sollten eigentlich bis zu 100.000 Zuschauer an die Strecke gelassen werden. Doch diese Pläne müssen die Organisatoren in Istanbul angesichts der steigenden Infektionszahlen in Europa nun über den Haufen werfen.

Istanbul

Zuletzt wurde 2011 ein Formel-1-Rennen in Istanbul ausgetragen Zoom Download

Wie der Gouverneur von Istanbul bekanntgab, sei am Montagmorgen die Entscheidung getroffen worden, das Rennen am 15. November hinter verschlossenen Türen zu absolvieren, um einer weiteren Ausbreitung des Virus vorzubeugen.

In einer offiziellen Erklärung heißt es: "Im Rahmen der Bemühungen zur Bekämpfung der Coronavirus-Epidemie und in Übereinstimmung mit der Empfehlung des Pandemieausschusses der Provinz Istanbul wird der Formel-1-Grand-Prix der Türkei ohne Zuschauer ausgetragen."

Dabei war der Ticketvorverkauf auf reges Interesse gestoßen. Innerhalb der ersten sechs Stunden wurden 40.000 Karten verkauft. Und Vural Ak, der Vorsitzende des Veranstalters Intercity, zeigte sich zuversichtlich, dass man das Ziel von 100.000 verkauften Eintrittskarten erreichen würde.


Fotostrecke: Die Veränderungen im Formel-1-Kalender der vergangenen 20 Jahre

"Wir hatten geplant, die volle Kapazität, 220.000 Plätze, unter normalen Umständen auszulasten, aber mit COVID-19 ist das nicht möglich", sagte Ak damals. "Wir sind leidenschaftlich und begeistert von diesem Sport, und wir können ihn erfolgreich organisieren. Aber, wie Sie wissen, gibt es COVID-19. Deshalb hoffen wir, etwa 100.000 Menschen zu erreichen."

Damit wollte man auf den Spuren von Mugello und Sotschi wandeln. Dort waren Zuschauer in begrenzter Anzahl erlaubt. Beim Grand Prix von Russland durften zuletzt jeden Tag rund 30.000 Fans an die Strecke.

Auch die nächsten Veranstaltungen am Nürburgring, in Portimao und Imola sollen Fans zum Teil offen stehen. Die Türkei hingegen muss ihre verkauften Tickets wohl rückabwickeln. Noch steht nicht fest, ob Istanbul auch im kommenden Jahr ein Formel-1-Rennen ausrichten wird. Die Strecke war 2020 wegen der vielen Verschiebungen und Ausfälle eingesprungen.

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