• 25. August 2020 · 18:14 Uhr

Nach Sotschi und Portimao: Auch Imola plant F1-Rennen vor Zuschauern

Sein Formel-1-Comeback im November will Imola nicht vor leeren Rängen feiern und spekuliert auf eine reduzierte Anzahl von Zuschauern - wie Sotschi und Portimao

(Motorsport-Total.com) - Seit diesem Dienstag ist fix, dass die Formel 1 in der verkürzten Saison 2020 insgesamt 17 Rennen austragen wird. Mit der Türkei, Bahrain (Double-Header) und Abu Dhabi wurde der Kalender komplettiert. Nach diesem Wochenende, an dem die Königsklasse in Belgien gastiert, stehen also noch zehn Grands Prix auf dem Plan.

Imola

Fasn beim letzten Formel-1-Rennen in Imola 2006: So voll wird es diesmal nicht Zoom Download

Die Mehrheit davon wird, wie auch die bereits absolvierten Rennwochenenden, voraussichtlich vor leeren Tribünen stattfinden. Einige Veranstaltungsorte wie Sotschi und Portimao kündigten wiederum an, Zuschauer zu erlauben, wenn auch in begrenztem Umfang. Sotschi sprach von 30.000, Portimao von 50.000 Fans vor Ort.

Nun will offenbar auch Imola nachziehen, wie 'Autosprint' berichtet. Dort findet am 1. November das letzte Europa-Rennen dieser Saison statt. "Wir erwarten die Möglichkeit, Publikum zu empfangen", wird Streckenchef Uberto Selvatico Estense zitiert.

Er erklärt: "(Stefano) Bonaccini (Präsident der Region Emilia-Romagna; Anm. d. R.) hat eine Bestimmung erlassen, die es Misano erlaubt, bis zu 10.000 Zuschauer zu empfangen, und wir glauben, dass es möglich ist, diese Möglichkeit Ende Oktober und Anfang November auch für Imola zu bestätigen. Wir arbeiten daran, etwas mehr zu erreichen, in völliger Sicherheit." Eine Zahl nennt Estene nicht.


Fotostrecke: Wie Imola 1994 die Sicherheit der Formel 1 für immer verändert hat

Für Imola ist es der erste Formel-1-Grand-Prix seit 2006, als die Strecke Gastgeber für den einstigen Grand Prix von San Marino war. Auch wenn die Königsklasse seither nicht mehr dort fuhr, erfüllt der Kurs noch immer alle Standards der FIA.

"Im Laufe der Jahre waren wir so vernünftig, die Homologierung als Grad-1-Strecke für die Formel 1 aktiv und gültig zu halten und die von Michael Masi anerkannten Sicherheitsstandards umzusetzen. Ich denke, das hat uns zu einer der Strecken gemacht, die zu den besten der Welt zählen", erklärt Estene stolz.

Nicht nur deshalb freuen sich die Formel-1-Fahrer auf das Imola-Comeback in diesem Jahr. Valtteri Bottas, der den berühmten Kurs am Montag in einem Mercedes-Straßenwagen erkundete, schwärmt: "Ich bin hier noch nie Rennen gefahren, also habe ich die Gelegenheit genutzt, die Strecke kennen zu lernen. Es ist eine so ikonische Strecke mit so viel Geschichte. Ich verstehe, warum die Fahrer sie lieben."

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