• 29. August 2020 · 08:08 Uhr

Ross Brawn: Warum in Bahrain jetzt doch das "Oval" gefahren wird

Formel-1-Sportchef Ross Brawn erklärt, weshalb in Bahrain ein alternatives Layout verwendet wird und warum das nicht auch andernorts möglich ist

(Motorsport-Total.com) - Es ist "beinahe eine Oval-Rennstrecke". So hatte Ross Brawn den "Outer Track" des Bahrain International Circuit bezeichnet, als die Idee eines Formel-1-Rennens auf diesem kürzeren Layout in Sachir noch ganz frisch war. Doch inzwischen ist klar: Eben dieser "Outer Track" trägt im Dezember das vorletzte Rennen der Formel-1-Saison 2020 aus.

Bahrain-Layout

Der sogenannte Outer Track in Bahrain ist erstmals Grand-Prix-Schauplatz Zoom Download

Warum aber lässt sich die Formel 1 überhaupt auf dieses Abenteuer ein und fährt nicht einfach, wie zuvor schon in Spielberg und Silverstone, zwei Mal auf dem genau gleichen Kursverlauf? Brawns pragmatische Antwort im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' lautet: Weil sie es kann.

"Es wäre einfacher gewesen, nichts Neues zu machen. Weil wir aber die Strecke und die Gelegenheit dazu hatten, mussten wir es einfach umsetzen", sagt Brawn.

Die Mischung macht's beim "Outer Track"

"Unterm Strich sind wir ja da für die Fans und wollen ein großes Spektakel bieten. Und wir glauben: Ein anderes Layout nur eine Woche nach dem ersten Rennen dürfte spannend werden für die Fans und die Sache noch interessanter gestalten."


Der "Oval"-Kurs in Bahrain

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Der "Oval"-Kurs in Bahrain

Formel-1-Sportchef Ross Brawn bringt eine alternative Streckenführung in Bahrain ins Gespräch, einen "Oval"-Kurs. Hier ist eine Runde aus der Onboard-Perspektive! Weitere Formel-1-Videos

Der "Outer Track" in Bahrain biete "eine tolle Mischung aus Topspeed, kurzen Rundenzeiten und genügend Unterschieden zum Grand-Prix-Kurs, um die Fans zu unterhalten und die Fahrer zu fordern", meint Brawn, und sei daher "erste Wahl" für den zweiten Grand Prix in Bahrain gewesen.

Und, das betont Brawn: Bahrain ist der einzige Rennstandort im aktuellen Kalender, der überhaupt die Möglichkeit hat, Formel-1-Rennen auf unterschiedlichen Layouts austragen zu können. Denn beide Streckenversionen verfügen über die dafür erforderliche FIA-Grad-1-Einstufung, ohne die kein Grand Prix möglich ist.

Die Coronakrise als Chance für die Formel 1

"Deshalb war es nur logisch, dass wir auch auf das alternative Layout setzen würden", sagt Brawn, weil man so "etwas Besonderes" umsetzen könne. "Und wir haben in den vergangenen Monaten gesehen, dass wir in der Formel 1 alles schaffen können, wenn wir uns nur dahinterklemmen."

Die Coronakrise habe der Formel 1 "noch nie dagewesene" Chancen an die Hand gegeben, erklärt der Sportchef der Rennserie. "Wir wollen die Formel 1 weiter wachsen lassen. Das ist uns dieses Jahr auf neue und unkonventionelle Weise gelungen."

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