• 02. Mai 2020 · 13:08 Uhr

Neuer Ferrari-Vertrag: "Glaube nicht, dass Vettel was mitzureden hat"

Sebastian Vettels Ex-Kollegen glauben nicht, dass der Deutsche bei einem neuen Ferrari-Vertrag viel mitbestimmen kann: Gehaltskürzung und geringe Laufzeit?

(Motorsport-Total.com) - Ist Sebastian Vettel auch 2021 noch ein Ferrari-Fahrer? Der Deutsche scheint in dieser Saison der große Dominostein auf dem Fahrermarkt zu sein. Sollte sich Vettel nach 2020 von der Scuderia verabschieden, könnte er eine ganze Kette an Entscheidungen auslösen. Aktuell verhandelt er mit dem Team über einen neuen Vertrag, doch die Entscheidung liegt nicht in seiner Hand, glauben Ex-Kollegen.

Sebastian Vettel

Sebastian Vettel steht bei Ferrari vor einer ungewissen Zukunft Zoom Download

"Ich glaube nicht, dass Vettel in der Entscheidung irgendetwas mitzureden hat", meint Paul di Resta gegenüber 'Sky Sports F1'. Er geht davon aus, dass Ferrari am Ende sehen wird, ob sie mit Vettel weitermachen wollen oder nicht. Das bringe den viermaligen Weltmeister in eine schlechte Position: "Er muss nehmen, was er bekommt. Und das könnte ihn rausdrängen."

Laut italienischen Medienberichten soll Vettel ein erstes Angebot von Ferrari abgelehnt haben. Neben einer zu kurzen Laufzeit wird auch eine Gehaltskürzung als Grund angegeben. Ferrari soll dem Deutschen nicht mehr die geschätzten 30 Millionen Euro Jahresgehalt bezahlen wollen.

Angesichts der zuletzt schwächeren Leistungen, einem aufstrebenden Teamkollegen namens Charles Leclerc und natürlich auch der Coronakrise könnte Vettel in Zukunft deutlich weniger verdienen. "Ich wäre nicht überrascht, wenn er große Gehaltseinbußen in Kauf nehmen muss", sagt auch Ex-Pilot und Formel-1-Experte Karun Chandhok. "Sie müssen ihm nicht mehr so viel zahlen."


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Und das ist auch das aktuelle Problem von Vettel. Hinzu kommt, dass er sich durch die ausfallende erste Saisonhälfte nicht in Szene setzen kann. Eigentlich wollte er seine Zukunft bis zum Sommer aussortiert haben, doch die aktuelle Coronakrise behindert alles. Geht es nach di Resta, dann wäre Ferrari auch "verrückt" Vettel noch vor einem möglichen ersten Rennen neu zu verpflichten.

Er würde erst sehen wollen, wie er 2020 im Auto performt. Sollte er in Topform sein, dann sieht der Schotte kaum eine bessere Wahl, zeigt er jedoch Schwächen, warten im Hintergrund andere Fahrer auf ihre Chance.


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In einem solchen Fall würde Karun Chandhok Carlos Sainz und Daniel Ricciardo in der Pole-Position sehen - im Zweifel aber lieber den Spanier. Seine Begründung: "Danny Ric hatte seine Chance in einem Topteam, Carlos noch nicht."

"Wenn ich wetten müsste, dann würde ich sagen, dass sie Seb wegen der ganzen Umstände noch für 2021 behalten. Und dann könnte ich mir vorstellen, dass sie 2022 auf Carlos setzen", so der Inder. Eine Verlängerung über ein Jahr war aber nicht im Sinne Vettels. Doch die Frage ist: Hat er eine Wahl?

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