• 24. Oktober 2019 · 10:43 Uhr

Sato und der Toro-Rosso-Test 2008: "Es war sehr ernst!"

Nach dem Honda-Aus wollte Takuma Sato seine Formel-1-Karriere bei Toro Rosso fortsetzen, doch das Team entschied sich gegen den Japaner

(Motorsport-Total.com) - Als sich Honda Ende 2008 aus der Formel 1 zurückzog, schien auch das Schicksal des langjährigen Zöglings Takuma Sato besiegelt. Der Japaner musste schon früh in der Saison das Aus von Zweitteam Super Aguri schlucken, bevor der Hersteller am Ende des Jahres endgültig den Stecker zog. Zwar absolvierte Sato am Ende des Jahres Testfahrten für Toro Rosso, einen Grand Prix sollte er jedoch nicht mehr bestreiten.

Takuma Sato

Takuma Sato in ungewohnten Farben: 2008 bei Toro Rosso Zoom Download

Und obwohl Toro Rosso schon damals als Team für Red-Bull-Junioren gedacht war, lag ein Cockpit für Sato durchaus im Bereich des Möglichen: "Es war wirklich sehr ernst", betont er im Podcast 'Beyond the Grid'. "Ich habe wirklich geglaubt, dass es mein nächstes Zuhause für die zweite Karriere in der Formel 1 werden könnte."

Denn die Testfahrten in Barcelona im November 2008 verliefen sehr erfolgreich. "Ich stand an der Spitze der Zeitenliste - sogar vor Sebastian Vettel. Das war ein großartiger Tag", erinnert er sich an seinen ersten Einsatz. Wobei ihn die Erinnerung ein wenig trübt: Am ersten Tag war Vettel nicht im Einsatz, am zweiten Tag belegte Sato Rang zwei - hinter Vettel!

Doch der Einsatz im Ferrari-betriebenen Toro Rosso war im Vergleich zu Super Aguri ein Unterschied wie Tag und Nacht. "Ein halbes Jahr davor sind wir mit Super Aguri in Barcelona gefahren und wurden überrundet. Ich weiß gar nicht mehr, wie oft: drei- oder viermal (einmal; Anm. d. Red.). Ein halbes Jahr später konnte ich mit Toro Rosso ein wundervolles Auto testen", sagt er.


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Der STR-03 ist für Sato bis heute das Auto mit dem besten Handling, das er je gefahren sei. "Das war ein Formel-1-Auto von Adrian Newey - wow!", schwärmt er. "Ich bin an den drei Testtagen mehr als 300 Runden gefahren. Und nicht einmal habe ich einen Fehler gemacht. Das Auto hat so stark mit dem Fahrer gesprochen. Du wusstest so viel und konntest dich richtig reinhängen."

Trotz der gelungenen Testfahrten wurde es für Sato mit einem Cockpit nichts. Neben dem Japaner waren bei den beiden Testwochen in Barcelona und Jerez auch Sebastien Buemi und Sebastien Bourdais im Einsatz, die letztendlich den Zuschlag für 2009 bekommen haben.

"Das war eine schwierige Situation, ich war wirklich enttäuscht", erinnert sich Sato, der seit Jahren in der IndyCar-Serie gegen Bourdais unterwegs ist. "Ich war sauer, aber das ist Vergangenheit."

Einen weiteren Nicht-Red-Bull-Junioren hat Toro Rosso nach Bourdais bis heute auch nicht mehr verpflichtet.

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