• 15. August 2019 · 08:35 Uhr

Toro Rosso: Franz Tost hätte Alexander Albon gerne behalten

Noch vor Kurzem erklärte Toro-Rosso-Teamchef Franz Tost, dass er gerne mit Alexander Albon weiterarbeiten würde - Rookie bis jetzt "positive Überraschung"

(Motorsport-Total.com) - Toro-Rosso-Teamchef Franz Tost muss sich wieder einmal auf eine neue Fahrerpaarung einstellen. Nach nur zwölf Rennen bei der Scuderia wurde Alexander Albon zu Red Bull befördert, Pierre Gasly kehrt dafür ab Belgien zum Team zurück und wird an der Seite von Daniil Kwjat fahren. Dabei hatte Tost vor dem Wechsel noch verraten, dass er gerne mit Albon weitergemacht hätte.

Alexander Albon, Franz Tost

Franz Tost war mit der Arbeit von Alexander Albon sehr zufrieden Zoom Download

Noch am Ungarn-Wochenende erklärte er im Hinblick auf die Saison 2020: "Ich persönlich hoffe, dass wir mit diesen beiden Fahrern weitermachen können. Aber letztendlich ist es eine Entscheidung von Red Bull, und ich denke, dass sie nicht vor Ende September/Anfang Oktober getroffen wird." Nun ist Albon bereits vorzeitig weg, und die Karten für 2020 werden noch einmal komplett neu gemischt.

"Wir haben zwei sehr gute Fahrer. Von Daniil Kwjat wussten wir aus der Vergangenheit, dass er schnell ist. Jetzt ist er zudem erwachsener und zeigt eine sehr, sehr gute Performance. Alex Albon ist für mich die positive Überraschung unter den jungen Fahrern", lobte Tost damals und prophezeite: "Ich glaube, dass er eine sehr starke zweite Saisonhälfte haben wird, weil er das Auto dann sehr gut kennt."


Warum Red Bull Gasly durch Albon ersetzt hat

Auf den ersten Blick ist die Entscheidung, Pierre Gasly durch Alexander Albon zu ersetzen, überraschend. Doch Red Bull verfolgt dabei einen klaren Pla Weitere Formel-1-Videos

"Er weiß, wie die Formel 1 läuft, und wenn wir ihm ein ordentliches Paket hinstellen, dann denke ich, dass er sehr gute Ergebnisse einfahren wird", so Tost. Bei Red Bull wird es nun auf jeden Fall nicht am Paket scheitern. Albon selbst verriet bereits vor einigen Wochen: "Ich fühle mich viel entspannter." Er habe sich mittlerweile in die "Welt der Formel 1" eingelebt.

Er fühle sich nach seinen ersten Rennen "komfortabler" und habe mehr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Konkrete Ziele für die zweite Saisonhälfte wollte er nicht ausgeben. Er wolle sich einfach weiterhin verbessern und an den Bereichen arbeiten, in denen er noch Luft nach oben habe. Bei Red Bull wird er nun allerdings deutlich mehr im Blickpunkt und damit unter Druck stehen als bei Toro Rosso.

Der Tausch Gasly/Albon hat übrigens den kuriosen Nebeneffekt, dass Toro Rosso - eigentlich das Nachwuchsteam der Bullen - in der zweiten Saisonhälfte eine erfahrenere Fahrerpaarung als Red Bull haben wird. Kwjat und Gasly kommen zusammen auf 122 Starts in der Formel 1. Verstappen und Albon nur auf 105.

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