• 14. Mai 2019 · 13:36 Uhr

Carey: "Orangenes Meer" in Österreich war Schlüsselmoment

Formel-1-Boss Chase Carey verrät, wie der Gedanke entstand, die Formel 1 zurück nach Zandvoort zu holen - Österreich hat dazu beigetragen

(Motorsport-Total.com) - Seit Max Verstappen in der Formel 1 um Siege und Podestplätze kämpft, pilgern tausende holländische Formel-1-Fans zu den Europarennen. Die eingefleischten Anhänger des 21-Jährigen färben jede Tribüne in die Nationalfarbe ihres Landes um. Das hat die Formel-1-Rechteinhaber derart beeindruckt, dass sie über eine Rückkehr der Königsklasse in die Niederlande zu überlegen begannen.

Max-Verstappen-Fans

Spielberg 2018: Österreich sieht am Formel-1-Wochenende Orange Zoom Download

"Das erste Mal, als Holland wirklich aufgefallen ist, war dieses Meer aus Orange in Österreich", schildert Formel-1-Boss Chase Carey bei der Pressekonferenz zur Zandvoort-Bekanntgabe jenen Moment, in dem ihn die Begeisterung der Verstappen-Fans in Spielberg gepackt hat.

"Da waren vielleicht 25.000 Fans und die Strecke liegt immerhin acht Stunden Autofahrt von hier entfernt. Es gibt also ganz klar eine einzigartige Leidenschaft und Euphorie hier für diesen Sport." Die Fanmassen haben nicht nur den Red-Bull-Ring in Orange getaucht, auch Strecken wie Belgien oder Deutschland wurden zu Reisezielen.

Im Vorjahr feierte die orange Fanbewegung in Spielberg ein besonderes Fest: Verstappen konnte das Rennen erstmals für Red Bull gewinnen. Im Partyzelt neben der Rennstrecke tobte es bis spät in die Nacht. Der Niederländer wurde auf der Red-Bull-Heimstrecke angehimmelt.

Diese unbändige Leidenschaft sei ein "sehr wichtiger Teil", so der US-Amerikaner. "Wir wollen natürlich überall wachsen, aber wenn man schon einen Ort hat mit dieser Leidenschaft, dann ist das etwas Besonderes. Max hat dazu sicherlich beigetragen", so Carey. Er spricht außerdem die gute Zusammenarbeit mit den Organisatoren in Zandvoort an.

Schließlich habe das Formel-1-Management das "Glück", sich zwischen zahlreichen Städten entscheiden zu können. "Wir haben viel mehr Nachfrage nach Rennen als wir fahren können, was ein Luxusproblem ist. Wir können uns aussuchen, welche Orte die Begeisterung der Fans am besten einfangen."

Für den US-Manager haben Zandvoort und die Niederlande als Austragungsort "vieles erfüllt". Die Vision von Liberty Media traf sich mit jener der Organisatoren, schildert Carey. So sei die Idee von einer Rückkehr nach 35 Jahren geboren.

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