• 12. Februar 2019 · 19:21 Uhr

Ricciardo: Will es mit Renault wie Hamilton mit Mercedes machen!

Renault-Neuzugang Daniel Ricciardo verspricht sich von seinem Teamwechsel einen ähnlichen Karriereschub wie einst Lewis Hamilton beim Wechsel zu Mercedes

(Motorsport-Total.com) - Als Daniel Ricciardo im Juli 2018 als neuer Renault-Stammfahrer für die Formel-1-Saison 2019 vorgestellt wurde, gab es nicht wenige, die sich über diesen Wechsel wunderten.

Daniel Ricciardo

Daniel Ricciardo hat sich für 2019 bewusst für Renault und gegen Red Bull entschieden Zoom Download

Schließlich fuhr Ricciardo bei Red Bull fünf Jahre lang in einem der anerkannten Top-3-Teams der modernen Formel 1. Renault hingegen befindet sich seit der werksseitigen Rückkehr in den Grand-Prix-Sport nach wie vor im Aufbau. Der bislang letzte Sieg unter französischer Flagge datiert aus der Saison 2008.

Ricciardo aber fühlt sich wohl mit seiner Entscheidung. Bei Red Bull gewann er zwar in vier seiner fünf Saisons ein oder mehr Rennen, aber das war ihm unterm Strich nicht genug. "Wir haben ein paar Siege geholt, aber der ganz große Erfolg, den wir uns vorgenommen hatten, blieb aus", sagt der Australier offen und verrät: "Diese Rechnung habe ich ganz persönlich also noch offen."

Lewis Hamiltons Mercedes-Erfolge als Inspiration

"Wenn ich das erreichen kann, was Lewis in jüngerer Vergangenheit bei Mercedes erreicht hat, dann würde ich mich nicht beschweren", spielt Ricciardo auf Lewis Hamiltons erfolgreichen Teamwechsel an und spricht von einer "Inspiration", es dem inzwischen fünfmaligen Formel-1-Weltmeister gleichzutun.

Lewis Hamilton

Hamilton: Bei Mercedes mehr als doppelt so viele Rennen gewonnen wie bei McLaren Zoom Download

Zum Vergleich: In seinen sechs Jahren bei McLaren brachte es Hamilton auf 21 Siege und einen WM-Titel. In seinen bislang sechs Jahren bei Mercedes hat er schon 52 Siege und vier WM-Titel eingefahren. Als neues Ziel hat sich der Brite wohl inzwischen die sieben WM-Titel von Rekordweltmeister Michael Schumacher gesetzt.

Ricciardo wiederum hat es in seinen fünf Jahren bei Red Bull auf sieben Siege gebracht und wurde zweimal WM-Dritter. Nun will er seiner Karriere mit dem Teamwechsel zu Renault einen ähnlichen Schub verleihen, wie es Hamilton mit seinem Wechsel von McLaren zu Mercedes vorgemacht hat.

"Die vernünftigere Entscheidung"

Allerdings weiß Ricciardo auch, dass es Zeit brauchen wird, bis Renault ernsthaft mit den Topteams Mercedes und Ferrari konkurrieren kann. Im Vergleich zu Red Bull sieht er seinen neuen Arbeitgeber aber mindestens ebenbürtig: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand Mercedes in den kommenden zwölf Monaten besiegen wird. Vielleicht schafft es Ferrari, aber es ist schwierig, es mit den Top 2 aufzunehmen."


Fotos: Präsentation Renault R.S.19


"Ich hatte also die Wahl zwischen Red Bull und Renault und hatte den Eindruck, dass es in diesen zwölf Monaten nicht viel zu verlieren gab. Ich musste also damit klarkommen, dass ich 2019 wahrscheinlich nicht gewinnen würde, wo auch immer ich fahre", so Ricciardo und weiter: "Danach ging es darum, langfristig die vernünftigere Entscheidung zu treffen. Und diesbezüglich hatte ich das Gefühl, dass das wirklich aufgehen könnte."

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