• 12. Februar 2019 · 14:03 Uhr

Daniel Ricciardo: Red Bull hat nichts, was Renault nicht auch hat

Daniel Ricciardo sieht nach der Präsentation des neuen R.S.19 keinen Bereich, in dem Renault gegen sein Ex-Team Red Bull abstinkt, und lobt die Arbeitsmoral in Enstone

(Motorsport-Total.com) - Glaubt man Daniel Ricciardo, dessen neuer R.S.19 heute in Enstone präsentiert wurde, dann hat sein Ex-Team Red Bull nichts, über das Renault nicht auch verfügt. "Ich bin in der Fabrik noch über nichts gestolpert, bei dem ich gesagt habe: 'Das brauchen wir auch, denn das hat Red Bull!'", gibt der Australier Einblicke. "Uns fehlt also nichts Spezielles." Stattdessen entdecke er bei jedem Besuch neue Dinge in der Fabrik, "die vor ein paar Wochen noch nicht dort waren. Das ist schon beeindruckend."

Eine interessante Aussage, denn als Red Bull vor einem Jahrzehnt an die Spitze kam, forderte der damalige Stardesigner Adrian Newey eine ganze Reihe an technischen Einrichtungen, um die Fabrik in Milton Keynes auf Vordermann zu bringen. In Enstone scheint Renault also in den vergangenen Jahren gut investiert zu haben.

Wie gut sein neuer R.S.19 ist, werde er erst nach den ersten Kilometern wissen, meint Ricciardo, "aber was ich hier sehe, gefällt mir", lobt er das Renault-Projekt. Auch die Arbeitsmoral scheint in Enstone zu stimmen. "Als ich im Dezember hier war, war es sehr laut und die Bauarbeiten waren in vollem Gange. Jetzt ist all das schon fertig. Sie haben den ganzen Winter hart gearbeitet, was positiv ist - und diese Arbeitsmoral ist mir sofort aufgefallen", erzählt Ricciardo.

Ricciardos Ziele für 2019

"Ich bin der erste, der sagt: Nach dem Saisonende ist man reif für eine Pause und für eine Auszeit. Ich weiß aber, dass es hier viele Leute gibt, die keine Auszeit hatten - und das zeigt mir, dass sie hungrig sind."


Daniel Ricciardo: Ich will das Team antreiben

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Doch reicht all das, um 2019 in die Phalanx der Topteams einzudringen und auch seinem Ex-Team Red Bull Konkurrenz zu machen? Ricciardo will sich keine falschen Hoffnungen machen: "Im Idealfall schließen wir die Lücke. Wenn uns das ermöglicht, in die Top 3 einzudringen, dann schön und gut, aber die Lücke ist sehr groß. Solange wir also nach vorne preschen, dann können wir von einem erfolgreichen Jahr sprechen."

Als er auf ein realistisches Ziel angesprochen wird, antwortet er: "Ich weiß, dass das für euch Journalisten langweilig ist, aber das Ziel sind Fortschritte - also weiterhin Fortschritte zu machen." Seit der Lotus-Übernahme im Jahr 2016 habe Renault jedes Jahr einen Schritt nach vorne gemacht. "Es ist toll, dass sie das geschafft haben, aber wenn man einmal Vierter ist und man am Jahresende Dritter sein sollte, dann ist das wegen des Rückstands nichts so einfach."

Wie Ricciardo den Red-Bull-Frust verhindern will

Dabei liegt Renault weit hinter dem ursprünglich ausgearbeiteten Fünfjahresplan, der für 2019 Siege und für 2020 den Kampf um den WM-Titel vorgesehen hatte. Und aller Voraussicht nach auch hinter Ricciardos Ex-Team. "Das war mir aber bewusst, als ich den Deal unterzeichnet habe", wirft der "Aussie" ein. "Mir war klar, dass Red Bull in Melbourne normalerweise vor uns sein werden. Ich habe mich also schon vorher damit abgefunden, dass das sehr wahrscheinlich ist."

Er werde also bei seinem Heimrennen keinen Schock erleben. "Und ich werde auch nicht verbittert sein, wenn sie uns schlagen, denn wir sind immer noch auf einem anderen Weg als sie." Langfristig wolle er sich allerdings nicht mit Platz vier zufriedengeben.

Und genau für dieses Vorhaben, sein neues Team nach vorne zu bringen, sei Red Bull eher eine Motivation. "Es freut mich, jetzt ein Teil dieses Puzzles zu sein", sagt er. Nico Hülkenberg, der sehr erfahren ist und viel erreicht hat, und ich können in dieser nächsten Phase von Renault eine große Rolle spielen. Ich habe nun die Gelegenheit, das Team voranzutreiben und mich für das Vertrauen zu bedanken, das sie von Anfang an in mich gesetzt haben. Ich will sie alle dafür belohnen."

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