• 26. Dezember 2016 · 14:30 Uhr

Ross Brawn: Die Formel 1 braucht 2020 günstigere Motoren

NIcht zwangsläufig eine Abkehr von Hybriden, aber ein Umdenken ohne Rücksicht auf die Trends auf der Straße schwebt Brawn vor: "Ist nicht nur eine Technikshow"

(Motorsport-Total.com) - Ross Brawn, Berater des angehenden Formel-1-Mehrheitseigners Liberty Media, ruft die Formel 1 dazu auf, sich bereits jetzt Gedanken um eine mögliche neue Generation von Antrieben ab der Saison 2020 zu machen. Wenn der Lebenszyklus der V6-Turbohybride beendet sein könnte, sollte sich die Königsklasse "genau überlegen, was sie sich von einem Motor wünscht", erklärt der Brite im Gespräch mit dem FIA-Magazin 'Auto'. Für Brawn geht es allen voran um die Philosophie dahinter.

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Er gibt vor dem Hintergrund eines Schwenks hin zu mehr Elektropower zu bedenken: "Zuletzt haben wir uns dem Trend auf der Straße angeschlossen. Dort geht die Revolution aber weiter und das, was in zehn Jahren in normalen Autos stecken wird, wird etwas komplett anderes sein." Also gar kein Verbrennungsmotor mehr? Oder eine ganz andere Technik wie etwa reine Brennstoffzelle?

Brawn glaubt nicht, dass die Königsklasse den möglichen Trends in den Wagen des Otto Normalverbraucher unbedingt folgen müsste. "Können wir die Formel 1 als Technikwunder etablieren, aber anerkennen, dass es an der Zeit ist, sich von dem Trend auf der Straße zu lösen?", fragt er sich. In der Vergangenheit war es deutlich einfacher, das Rätsel zu lösen, weil zwar der Downsizing-Trend grassierte, das fundamentale Konzept eines Benziners aber von niemandem infrage gestellt wurde.


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Die Hybride lobt Brawn deshalb: "Sind sind ein Technikwunder und haben die Hersteller zurückgebracht." Einige Fans, die sich über den Sound beschweren, aber möglicherweise vergrault und die Privatteams vor eine finanzielle Herkulesaufgabe gestellt. Der ehemalige Ferrari-Technikchef und Mercedes-Teamchef denkt deshalb darüber nach, Kosten und Komplexität anzupassen, sollte die Motorenformel auch 2020 identisch bleiben. "Die Antriebe sind zu teuer", macht Brawn klar.

Er folgert: "Wenn wir schon jetzt überlegen, was 2020 sein wird, haben wir genug Zeit, damit sich niemand benachteiligt fühlt." Und damit es nicht zu einer Situation kommt, in der ein Hersteller die Szenerie bestimmt. Denn Brawn will nicht nur die Autobauer, sondern auch die Fahrer, die Zuschauer und die Sponsoren bei Laune halten: "Für mich ist es nicht nur eine Technikshow, sondern ein riesiger Zirkus."

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