• 25. Februar 2016 · 05:04 Uhr

Bernie Ecclestone rückt Kritik an Jean Todt zurecht

Nach seiner harten Kritik an FIA-Präsident Jean Todt stellt Bernie Ecclestone seine Aussagen klar - Seine Worte richten sich primär gegen Mercedes und Ferrari

(Motorsport-Total.com) - Mit seinem medial perfekt geplanten Rundumschlag zu Beginn der Wintertestfahrten sorgte Bernie Ecclestone für Schlagzeilen und Diskussionen im Fahrerlager. Vor dem wichtigen Treffen der Strategiegruppe und der Formel-1-Kommission am Dienstag in Genf nahm der Formel-1-Zampano die politisch Beteiligten unter Beschuss. Und auch FIA-Präsident Jean Todt bekam sein Fett weg. Mit dessen Vorgänger Max Mosley konnte Ecclestone die Richtung der Formel 1 bestimmen. Das ist nun nicht mehr möglich; die Strategiegruppe arbeitet einen Plan aus, der anschließend von der Formel-1-Kommission und dann dem FIA-Motorsport-Weltrat abgesegnet wird.

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Ecclestone & Todt: Wie viel Macht über die Formel 1 haben sie tatsächlich? Zoom Download

Die Kehrtwende kam beim letzten Weltrats-Meeting Ende 2015, als überraschend beschlossen wurde, dass Ecclestone und Todt gemeinsam ein Regelwerk für die Formel 1 festlegen können, ohne die Teams ins Boot holen zu müssen. Als politisches Druckmittel gegen die Hersteller wurde ein Alternativmotor ins Spiel gebracht. Ecclestone/Todt hätten wie in alten Zeiten von Ecclestone/Mosley die Formel 1 regieren können. Doch dazu ist es in der Praxis bisher nicht gekommen.

Warum? Ecclestone bezeichnete Todt in seinem Rundumschlag als "Diplomaten", der es "allen recht machen" will. Außerdem kritisierte der Brite, dass sich Todt zu sehr um die Sicherheit im Straßenverkehr und anderen Kampagnen widmet und der Formel 1 im Gegensatz zu Mosley früher nur wenig Beachtung schenkt. Deswegen hielten in der Formel 1 derzeit Mercedes und Ferrari die Zügel der Macht in Händen.


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"Was von mir über Herrn Todt zitiert wurde, war sehr simpel", stellt Ecclestone gegenüber 'Reuters' klar. "Gemeint war, dass er sehr viel mit seinen Verkehrssicherheitskampagnen zu tun hat. Und für ihn oder mich spielt es das einfach nicht, wenn man den ganzen Tag in diesen Meetings verbringt und genau weiß, dass man vor dem Beginn dieses Treffens rein gar nichts erreichen kann."

Ecclestones Kritik richtet sich in erster Linie an zwei mächtige Hersteller: "So, wie wir momentan strukturiert sind, ist es nicht gut. Ferrari und Mercedes können sich mit ihren Teams zusammenschließen und abstimmen. Wir brauchen nicht zwei Formel-1-Teams, die die Formel 1 beherrschen", stellt Ecclestone klar. "Sie sind nur Teilnehmer des Wettbewerbs."

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