• 28. Januar 2014 · 16:49 Uhr

Ricciardo ganz gelassen: Druck? Adrenalin!

Der Australier hat menschlich einen Bombeneinstand bei Red Bull gefeiert und ist sich der Gleichbehandlung mit Sebastian Vettel sicher: "Persönlich harmoniert es"

(Motorsport-Total.com) - Der Kerl gibt sich nicht nur cool, er ist es auch: Daniel Ricciardo blickt der zweifellos größten Herausforderung seiner noch jungen Formel-1-Karriere mit unübertrefflicher Gelassenheit entgegen. Sein Renndebüt bei Weltmeisterteam Red Bull, das zudem vor heimischem Publikum im australischen Melbourne stattfinden wird, erwartet der 24-Jährige mit stoischer Ruhe: "Die Leute nennen es Druck, aber für mich ist es eher Spannung und Adrenalin", sagt Ricciardo am Rande der Testfahrten in Jerez.

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Der Neuling ist erholt, hat sich nach Weihnachten eine Auszeit im Sommer Down Under gegönnt und mit einem straffen Fitnessprogramm nochmals vier Kilogramm abgespeckt. Übermütig ist Ricciardo trotzdem nicht: "Ich werde mich hier nicht hinsetzen und behaupten, ich sei in Melbourne sofort ganz vorne. Ich werde keine großen Reden schwingen, sondern muss realistisch bleiben." Das heißt ganz konkret: Sich in den Windschatten seines Teamkollegen Sebastian Vettel klemmen und lernen, lernen, lernen.

Ricciardo ist sich sicher, unter Adrian Newey nicht die zweite Geige zu spielen: "Ich bin nicht der Weltmeister, aber auf der anderen Seite sicher, dass ich gleichbehandelt werde. Ich habe mir meinen Platz im Team auch verdient", demonstriert der langjährige Förderpilot des Getränkekonzerns eine breite Brust und nennt es ein "Privileg", an der Seite eines vierfachen Weltmeisters zu starten. "Auf der persönlichen Seite harmoniert es", findet Ricciardo, der mit Vettel schon Weihnachstserlebnisse tauschte.


Präsentation des Red Bull RB10

Ganz anders also als noch zu Zeiten seines Landsmanns Mark Webber, als in der Red-Bull-Box frostige Stimmung herrschte. "Zwischen Teamkollegen gab es schon immer einen Wettbewerb", relativiert Ricciardo die natürliche Rivalität und sich unter Zugzwang: "Ich muss einfach alles aus mir herausholen." Die neuen Turboboliden hält er für eine Herausforderung: "Wir haben auf der Hinterachse weniger Abtrieb und das macht es kniffliger. Die Räder drehen viel stärker durch. Aber abwarten, was auf der Strecke passiert."

Vettel respektiert seinen neuen Teamkollegen: "Er ist seit einigen Jahren in der Formel 1 und hat einige Erfahrung. Es ist für ihn ein Schritt in eine neue Umgebung, wobei er im Vergleich zu einem neuen Team nicht so groß ist. Er kennt einige der Leute und war in den vergangenen Jahren auch schon ein paar Mal im Simulator", argumentiert der Heppenheimer. "Er kennt die Leute, aber mit ihnen zu arbeiten ist noch einmal ein Unterschied. Nach meiner Erfahrung dauert es eine gewisse Zeit, bis man die gleiche Sprache spricht. Ihm Ratschläge zu geben, ist schwierig, denn jeder hat seinen eigenen Stil."

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