• 10. Juli 2013 · 14:44 Uhr

'RTL' steht hinter Experte Lauda

Die Doppelrolle Niki Laudas als Mercedes-Aufsichtsratsvorsitzender und Fernsehexperte ist entgegen zunehmender Kritik kein Problem für TV-Sender 'RTL'

(Motorsport-Total.com) - Der deutsche Fernsehsender 'RTL' hat sich positiv für Niki Laudas Doppelrolle als TV-Experte und Mercedes-Aufsichtsratsvorsitzender ausgesprochen und sich damit demonstrativ hinter den Österreicher gestellt. "Niki Lauda ist der Beckenbauer des Motorsports", sagt Manfred Loppe, Sportchef des Kölner Privatsenders, gegenüber 'Sport Bild': "Er ist eine Koryphäe, er bleibt eine Koryphäe, und das ist auch unabhängig von dem Status, den er gerade hat."

Niki Lauda, Florian König

Niki Lauda arbeitet seit 1996 als Experte für den Fernsehsender 'RTL' Zoom Download

'RTL' war zunehmend kritisiert worden, aufgrund Laudas womöglich eingeschränkter Objektivität unausgewogen Bericht zu erstatten. Als Aufhänger für die Diskussion diente der Große Preis von Monaco, bei dem Lauda, der seit 1996 als Experte für 'RTL' arbeitet, Red-Bull-Teamchef (und Mercedes-Rivale) Christian Horner live im TV als "schlechten Verlierer" bezeichnete. Ob eine solche Aussage vom durchschnittlichen Zuschauer klar eingeordnet werden kann, ist fraglich. Genauso wenig lässt sich eindeutig feststellen, in welcher Funktion Lauda seine Meinung kundtut.

Dem Vorwurf, dass durch Lauda bei 'RTL' aktuell zu viel über Mercedes gesprochen wird, widerspricht Loppe: "Wenn wir die vergangenen Jahre sehen, hätte man uns nachsagen können, dass wir zu viel Ferrari oder Red Bull machen." Der Grund dafür, dass Mercedes mehr in den Fokus gerückt ist, sei schlicht und einfach der aktuelle Höhenflug der Silberpfeile: "Insbesondere vor dem Hintergrund, dass wir mit Nico Rosberg einen zweiten deutschen Fahrer haben, der in der Weltspitze angekommen ist. Da stellt sich nicht die Frage, was Niki Lauda sagt oder nicht sagt."

"Wir haben mit Nico Rosberg einen zweiten deutschen Fahrer, der in der Weltspitze angekommen ist."Manfred Loppe
Für Loppe ist das alles kein Problem: "Erst ist der Wirbel immer groß, aber das beruhigt sich alles auch immer ganz schnell wieder." Am Ende versucht der 'RTL'-Sportchef, die positive Seite der Diskussion zu sehen: "Immerhin redet man über 'RTL'. Wir werden es nicht jedem recht machen, aber genug Leute finden unser Programm gut." Tatsächlich konnten die Fernsehzuschauer auch schon von teilweise exklusiven Mercedes-Informationen Laudas profitieren. Überlegungen seitens des Senders, sich vom Dreifachweltmeister zu trennen, gebe es daher nicht.
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