• 30. August 2025 · 18:16 Uhr

McLaren-Duell um die Pole: Der letzte Sektor entscheidet für Piastri

Trainingsdominator Lando Norris muss sich im entscheidenden Pole-Kampf McLaren-Teamkollege Oscar Piastri geschlagen geben: Sektor 3 entscheidet

(Motorsport-Total.com) - Oscar Piastri hat beim Qualifying in Zandvoort die Nerven behalten und sich die Poleposition für den Großen Preis der Niederlande gesichert - und das im direkten Duell gegen Teamkollege Lando Norris, der bis dahin als dominierender Mann des Wochenendes galt.

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Oscar Piastri setzt sich im entscheidenden Moment gegen Lando Norris durch Zoom Download

Mit einer Zeit von 1:08,662 Minuten setzte Piastri im letzten Versuch ein Ausrufezeichen. Norris lag nur 0,012 Sekunden dahinter. "Es fühlte sich ziemlich gut an. Nicht perfekt, aber bei so starkem Wind ist es ohnehin unmöglich, dass sich jede Kurve perfekt anfühlt", erklärt Piastri nach der Session. "Es war viel Arbeit und brauchte Geduld, aber am Ende habe ich die Runde zusammengebracht."

Trainingsdominator Norris muss sich geschlagen geben

Bis ins Qualifying hinein deutete alles auf Norris hin. Der Brite hatte in allen drei Trainingssessions die Bestzeiten gesetzt, wirkte in Zandvoort wie im Flow und hatte seinen Teamkollegen klar im Griff. Doch im entscheidenden Q3 drehte sich die Ausgangslage.

Während Norris zwar schnelle, aber nicht makellose Runden fuhr, brachte Piastri erstmals an diesem Wochenende alles auf den Punkt. "Es hat das ganze Wochenende gebraucht, um in manchen Kurven Zeit zu finden. Aber in der Quali bekommt man ein paar mehr Versuche, und irgendwann passt es dann einfach", schildert der Australier.

Tausendstel-Krimi auf drei Sektoren

Die Daten zeigen, wie eng es zwischen den beiden McLaren-Piloten zuging. Im ersten Sektor lag Piastri mit 23,367 Sekunden knapp vor Norris (23,386). In Sektor zwei schlug Norris zurück und war mit einer Zeit von 24,394 Sekunden schneller als Piastri (24,476). Am Ende entschied der letzte Abschnitt.

Dort setzte sich der Australier mit 20,819 gegen 20,894 Sekunden von Norris durch. Nur zwölf Tausendstel machten am Ende den Unterschied. Doch tatsächlich hätte Piastri noch mehr im Köcher gehabt. Nach persönlichen Bestzeiten in den Sektoren eins und zwei der zweiten Q3-Runde ging jedoch der letzte Sektor daneben. Eine 1:08,608 wäre möglich gewesen.

Norris analysiert die verpasste Pole

Norris nimmt die knappe Niederlage gefasst, auch wenn man seinen Worten die Enttäuschung anhörte. "Beide Runden waren gut. Aber der Wind hat es schwierig gemacht. Am Ende hat ein Hundertstel gefehlt, und das ist gar nichts. In manchen Kurven war ich nicht konsequent genug am Limit, da habe ich ein paar Hundertstel liegen lassen."


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"Aber insgesamt waren die Runden trotzdem stark", erklärt der 25-Jährige. Besonders ärgerlich sei die Zielgerade gewesen: "Aus der letzten Kurve war ich noch ein Stück vorne, aber bis zur Linie habe ich zwei Hundertstel verloren - und damit war die Pole weg."

Für Piastri ist die Pole ein weiterer Beleg für seine Entwicklung. Im Vorjahr hatte er in Zandvoort noch große Probleme, mit dem Rhythmus der Strecke zurechtzukommen: "Das war letztes Jahr definitiv nicht meine beste Strecke. Auch dieses Wochenende habe ich im Mittelteil viel Zeit verloren."

"Aber ich habe Schritt für Schritt Fortschritte gemacht. Dieses Mal hatten wir endlich eine normale Session ohne Regen, dadurch konnte ich mehr Rhythmus aufbauen", so der Australier. "Dass es am Ende für die Pole reicht, zeigt, wie weit ich gekommen bin."

Strategische Vielfalt sorgt für Spannung

Neben der reinen Pace könnte auch die Reifenwahl für McLaren im Rennen den Unterschied machen. Piastri betont, dass sein Team im Vergleich zur Konkurrenz flexibler aufgestellt sei: "Wir haben zwei harte Reifen und einen Medium, fast alle anderen nur einen harten. Das gibt uns Optionen und könnte entscheidend sein."

Norris bestätigt die Stärke von McLaren im Longrun, warnt aber auch: "Der schwierigste Gegner ist immer dein Teamkollege. Vor allem, wenn wir wie heute im Qualifying nur durch ein Hundertstel getrennt sind. Das wird ein richtig enges Duell."

Für Piastri ist die Pole ein psychologischer Sieg nach den Trainings-Demonstrationen von Norris, für Norris bleibt das Vertrauen in seine Rennpace. "Ich wäre gern auf Pole, klar. Aber für Sonntag bin ich trotzdem sehr optimistisch. Wir wissen, dass wir stark sind, und ich werde alles versuchen", kündigt er an. Piastri hingegen zeigt sich zurückhaltend, aber zuversichtlich: "Wir haben gute Optionen, wir haben ein schnelles Auto - jetzt kommt es darauf an, was wir daraus machen."

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