• 10. Juni 2022 · 14:02 Uhr

F1-Training Baku 2022: Mick Schumacher nach nur drei Runden k.o.!

Mick Schumacher hat das Glück derzeit einfach nicht auf seiner Seite und verpasst das erste Freie Training in Aserbaidschan fast komplett

(Motorsport-Total.com) - Nächster Rückschlag für Mick Schumacher im ersten Freien Training zum Grand Prix von Aserbaidschan: Der Haas-Pilot rollte in Baku auf seiner vierten Runde mit einem technischen Defekt aus und verpasste den Rest der Session auf dem anspruchsvollen Stadtkurs, auf dem Trainingszeit und Erfahrung so wichtig ist.

Carlos Sainz, Mick Schumacher

Mick Schumacher fuhr im ersten Training in Baku nicht einmal zehn Minuten lang Zoom Download

Die Bestzeit sicherte sich Vorjahressieger Sergio Perez (Red Bull) in 1:45.476 Minuten. Hinter ihm landeten Charles Leclerc (Ferrari/+0,127), Max Verstappen (Red Bull/+0,334) und Carlos Sainz (Ferrari/+0,536). Damit zeichnet sich zunächst ab, dass erneut Red Bull und Ferrari die klaren Favoriten auf den Sieg sind.

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Verstappen war mit dem Handling seines RB18 aber wie schon zuletzt in Monaco nicht zufrieden. Beim Runterschalten vor den Kurven, monierte er, schob das Auto immer noch nach vorn. Das bereitete ihm nicht nur einmal Schwierigkeiten. Kurz vor Ende der Session passierte ihm sogar ein Dreher ohne Einschlag.

Fernando Alonso (Alpine) wurde dank einer Verbesserung auf seiner allerletzten Runde Fünfter, hatte aber bereits mehr als eine Sekunde Rückstand auf die Spitze. Lewis Hamilton (Mercedes), Yuki Tsunoda (AlphaTauri) und George Russell (Mercedes) rundeten die Top 8 ab.

Schumacher: Diesmal kein Crash, aber ...

Es waren noch keine zehn Minuten gefahren, da war das erste Training für Mick Schumacher auch schon beendet. Der Haas-Pilot, der nach seinem Crash in Monaco ohnehin unter Druck steht, rollte mit einem Wasserleck bereits nach nur drei Runden aus.

Teamchef Günther Steiner sagt im Interview mit 'ServusTV': "Wir wissen noch nicht genau, was es ist, aber vermutlich ist ein Kühler oder eine Wasserleitung geplatzt. Wenn so viel Wasser kommt, muss etwas ordentlich kaputt sein auf der Seite."

Der zweite Deutsche im Feld, Sebastian Vettel, belegte zum Auftakt Rang 14. Ihm fehlten zweieinhalb Sekunden auf die Spitze und eine Zehntelsekunde auf Lance Stroll (12.). Für Aston Martin war es "eine gute Session", sagt Teamchef Mike Krack gegenüber 'ServusTV'.

Vettel-Teamchef: Baku sollte Aston Martin liegen

"Wir hatten ein großes Programm mit ein paar Tricks, die wir ausprobieren wollten. Daher ist Sebastian nur eine Pushrunde gefahren, mit dem Medium im Longrun. Wir haben nicht drauf geschaut, die schnellste Runde hinzulegen."

Krack ist grundsätzlich optimistisch für den Rest des Wochenendes: "Wir denken, dass diese Strecke unserem Fahrzeugkonzept entgegenkommen sollte. Wenn wir fehlerfrei durch die Sessions kommen, bin ich sehr zuversichtlich, dass wir ins vordere Mittelfeld kommen können."

Seidl ortet McLaren-Schwäche im zweiten Sektor

Weniger optimistisch ist McLaren-Teamchef Andreas Seidl. Er sagt nach P11 (Lando Norris) und P18 (Daniel Ricciardo), dass man besonders im zweiten Sektor der Strecke "ganz klar zu viel auf die Konkurrenz verloren" habe, "und jetzt müssen wir die Zeit nutzen und hoffentlich einen Schritt machen für die zweite Trainingssitzung".


Baku: Das Freitagstraining in der Analyse

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"Wenn man sich die Platzierungen anschaut und auch den Abstand nach vorn, dann haben wir definitiv noch Arbeit vor uns", sagt Seidl. "Beide Fahrer waren nicht ganz zufrieden mit der Balance vom Auto, mit dem Grip. War nicht einfach da draußen, auch mit den Windböen, die Runden zusammenzubekommen. Wir haben noch Arbeit vor uns."

"Porpoising": Baku lässt die Autos hoppeln

Zu einem kritischen Thema könnte, das zeichnete sich im ersten Training bereits ab, das "Porpoising" werden. Auf den langen Geraden mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 340 km/h hoppelten manche Autos wie junge Hasen über die Straßen von Baku. Hamilton funkte einmal sogar, er habe die Linie an der Boxenausfahrt wegen der Vibrationen nicht sehen können.

Das sei bei McLaren "genauso" gewesen, sagt Seidl, "also eigentlich deutlich mehr spürbar, als wir es uns erwartet haben, bevor wir hierhergekommen sind. Von daher müssen wir jetzt schauen, ob wir auch da einen Schritt machen können bezüglich des mechanischen Set-ups, um einfach mehr Grip zu erzeugen."

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