• 25. Juni 2021 · 16:04 Uhr

F1-Training Steiermark 2021: Kurioser Dreher von Bottas in der Box!

Während Max Verstappen seine zweite Bestzeit im zweiten Training in Spielberg einfährt, wundern sich viele über ein kurioses Malheur von Valtteri Bottas

(Motorsport-Total.com) - Max Verstappen hat nach dem ersten auch das zweite Freie Training beim Grand Prix der Steiermark auf dem Red-Bull-Ring in Spielberg für sich entschieden. Für die Szene des Nachmittags sorgte allerdings nicht der gefühlte Lokalmatador aus den Niederlanden, sondern Mercedes-Pilot Valtteri Bottas.

Valtteri Bottas (Mercedes) im Freitagstraining zum Grand Prix der Steiermark auf dem Red-Bull-Ring in Spielberg (Österreich) 2021

Valtteri Bottas im Freitagstraining zum Grand Prix der Steiermark 2021 Zoom Download

Bottas wollte gerade aus der Box fahren, doch seine harten Reifen waren offenbar nicht ausreichend auf Betriebstemperatur, sodass ein Gasstoß reichte, um sich zu drehen. Die McLaren-Ingenieure am Kommandostand kamen mit dem Schrecken davon, funkten aber natürlich sofort FIA-Rennleiter Michael Masi an, um sich zu beschweren.

Die Situation könnte für Bottas übrigens ein Nachspiel haben, denn seitens der Rennleitung wurde eine Untersuchung angekündigt. 'Sky'-Experte Timo Glock kritisiert: "Hätte er das Auto ein paar Meter früher verloren, wäre er in die Mechaniker reingefahren. Das darf einem Bottas nicht passieren."

Ganz anderer Meinung ist, naturgemäß, Mercedes-Teamchef Toto Wolff: "Es war absolut gefährlich, aber dafür kann er nichts. Also wenn da einer von Strafe spricht, soll man ihn mal ins Auto setzen und fragen, wie das ist, wenn man da Gas gibt."

Rückendeckung erhält Wolff von Alfa-Romeo-Teammanager Beat Zehnder: "Wenn ich Rennleiter wäre, ich würde das laufen lassen", sagt der Schweizer und schlägt "eine Verwarnung" als angemessene Reaktion vor. "Er hat kein Personal gefährdet, denn die waren alle zwei, drei Meter weg. Für mich war das nicht gefährlich."

Bestzeit fuhr letztendlich Verstappen in 1:05.412 Minuten; der Niederländer war damit aber nicht der schnellste Mann des Tages. Denn Lewis Hamilton (Mercedes) hatte sogar eine Zeit von 1:05.335 Minuten gesetzt, bekam diese aber wegen eines der vielen Tracklimits-Verstöße in der Zielkurve auf dem Red-Bull-Ring gestrichen.

Bei den Longruns in der Schlussphase der Session, die übrigens wider Erwarten von Unwetterkapriolen verschont blieb und komplett im Trockenen stattfand, konnten sich ebenfalls Red Bull und Mercedes vom Rest des Feldes absetzen.


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Auf die schnelle Einzelrunde sah das ein bisschen anders aus. Da wurde im FT2 Daniel Ricciardo (McLaren) Zweiter, 0,336 Sekunden hinter Verstappen, aber 0,042 Sekunden vor Esteban Ocon (Alpine) und 0,048 Sekunden vor jener Hamilton-Zeit, die letztendlich gewertet wurde.

Stark verbessert präsentierte sich am Nachmittag Aston Martin. Sebastian Vettel verkürzte seinen Rückstand auf Verstappen auf 0,522 Sekunden und eroberte damit den sechsten Platz. Phasenweise lag er sogar an vierter Stelle. Sein Teamkollege Lance Stroll wurde mit 0,557 Sekunden Rückstand Achter. Dazwischen auf P7: Lando Norris (McLaren).

Die beiden Ferraris taten sich ähnlich schwer wie am Vormittag und schafften den Einzug in die Top 10 nicht. Bottas wurde nach seinem Boxenmalheur letztendlich Zwölfter. Und Yuki Tsunoda (AlphaTauri) konnte das Tempo der Top 8 nach dem starken Auftakt nicht mehr mitgehen: P15, eine Sekunde Rückstand.

Ein paar Dreher gab's am Freitagnachmittag auch: Carlos Sainz (11./Ferrari) war da betroffen, Nicholas Latifi (19./Williams) ebenso, und natürlich Nikita Masepin (18./Haas). Mick Schumacher kam hingegen gut durch die Session. Er wurde mit 1,474 Sekunden Rückstand 17. - 0,518 Sekunden vor seinem Teamkollegen aus Russland.

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