• 06. Dezember 2020 · 23:22 Uhr

Erstes Podium für Ocon: Keine Wette mit Renault-Teamchef Abiteboul

Esteban Ocon fuhr mit Rang zwei zu seinem ersten Formel-1-Podium, hat aber keine Wette mit Teamchef Abiteboul ausgemacht - Ricciardo mit P5 nicht glücklich

(Motorsport-Total.com) - Neben dem Drama um George Russell und dem spektakulären Sieg von Sergio Perez geht der zweite Platz von Esteban Ocon ein wenig unter. Der Franzose konnte sich beim Rennen in Sachir über sein erstes Podium in der Formel 1 freuen und verschaffte Renault damit den dritten Podestplatz in dieser Saison.

Esteban Ocon

Esteban Ocon darf sich über seinen ersten Podestplatz in der Formel 1 freuen Zoom Download

"Ich bin sprachlos. Ich habe im Ziel geweint. So viele Emotionen gehen durch meinen Kopf", sagt der Franzose nach seinem größten Erfolg in der Formel 1. "Es war eine harte Saison und es lief nicht immer alles zusammen, aber wir haben nie aufgegeben und immer weiter hart gearbeitet und sind motiviert geblieben. Das war wichtig."

Ocon war nur von Startplatz elf ins Rennen gegangen, kam aber mit nur einem Boxenstopp durch und sicherte sich so den zweiten Platz, nachdem er sich in der Schlussphase Lance Stroll hinter ihm erwehren musste. Der Franzose profitierte dabei von dem Reifenschaden von George Russell, der ihn kurz zuvor überholt hatte.

Für ihn ist das nach einer schwierigen Phase Balsam für die Seele: "Wenn immer weniger Leute an dich glauben, dann ist es wichtig, an dich selbst zu glauben. Heute konnten wir es wahr machen", sagt Ocon. "Ich bin sehr zufrieden. Es war harte Arbeit, aber es hat sich ausbezahlt."

Abiteboul: Keine Wette mit Ocon

"Ich freue mich sehr für Esteban, weil wir zwar sehr gute Momente mit Daniel [Ricciardo] hatten, aber da Daniel geht und Esteban bleibt, war es wichtig, etwas Positives um Esteban zu finden", sagt Teamchef Cyril Abiteboul. "Wir konnten spüren, dass es absolut möglich war, aber aus irgendeinem Grund haben wir ihn immer im Stich gelassen. Und heute hat es geklappt."


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"Natürlich hatten wir die Umstände dafür und wissen, dass wir sie auch brauchen. Aber wir haben es umgesetzt", lobt der Franzose. "Es war die richtige Entscheidung von der Boxenmauer. Es ist ein wenig bittersüß, weil wir es mit Daniel etwas besser hätten machen können und es uns aus Meisterschaftsperspektive nicht geholfen hat, aber Esteban hat sich das 100 Prozent verdient."

Übrigens: Eine ähnliche Wette wie mit Daniel Ricciardo und dem Tattoo ist Abiteboul mit Ocon nicht eingegangen. "Nein, aber wir werden einen guten Drink haben."

Ricciardo frustriert über Platz fünf

Teamkollege Ricciardo holte als Fünfter ebenfalls gute Punkte, spricht aber von einem durchwachsenen Rennen. "Ich wurde an die Box gerufen, da war ich aber schon an der Einfahrt vorbeigefahren. Von daher konnte ich nicht an die Box, und Kwjat hat einen Undercut geschafft. Im zweiten Stint steckten wir dann die ganze Zeit hinter ihm", ärgert er sich.

Am Ende wurde der Australier Fünfter, worüber er sich aber nicht so recht freuen konnte. "Es ist vermutlich der enttäuschendste fünfte Platz, den ich seit einer ganzen Weile hatte", sagt er. Denn obwohl er sich über den zweiten Platz von Ocon freut, ärgert ihn, dass die direkte Konkurrenz von Racing Point Erster und Dritter geworden ist.

"Wenn ein Auto in der ersten Runde an die Box kommt, darfst du ihn nicht das Rennen gewinnen lassen", hadert Ricciardo. Dadurch ist Racing Point in der Konstrukteurswertung auf 22 Punkte davongezogen, auch McLaren liegt noch zwölf Punkte vor Renault. "Wir sind etwas im Hintertreffen", weiß Abiteboul vor dem letzten Saisonlauf. "Aber wir werden bis zum Ziel alles geben."

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