• 09. Mai 2019 · 19:45 Uhr

Lewis Hamilton: Ferrari war in zwei von vier Rennen schneller

Mercedes-Pilot Lewis Hamilton ist der Ansicht, dass er nur in zwei der bisherigen vier Grands Prix das bessere Auto zur Verfügung hatte - Vettel widerspricht

(Motorsport-Total.com) - Lewis Hamilton konnte in 50 Prozent der absolvierten Rennen als Sieger hervorgehen. Der Brite liegt nur einen WM-Zähler hinter seinem Teamkollegen, 34 Punkte Vorsprung hat er bereits gegenüber Sebastian Vettel. Dennoch hat er die Ferrari-Piloten auf dem Zettel.

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Hamilton: Nur in zwei der vier Rennen war Mercedes besser Zoom Download

"Im Moment ist alles noch sehr offen. Charles und Sebastian sind beide noch im Rennen", glaubt Hamilton bezüglich des WM-Kampfs. Laut seiner Analyse habe sich Ferrari in den ersten Rennen unter Wert verkauft: "Sie hatten in zwei der vier Rennen das bessere Paket, aber es will mir ja niemand glauben."

Mercedes habe in den anderen beiden Grands Prix die Oberhand gewonnen. Der Unterschied: "Wir haben in allen vier Rennen abgeliefert." Erzrivale Vettel stimmt Hamiltons Einschätzung nicht ganz zu. Laut dem Heppenheimer sei der SF90 lediglich in Bahrain "ein bisschen" vorn gelegen.

Hamilton: Alles rückt näher zusammen

"In den ersten vier Rennen hatten wir nur eins, in dem wir auf Augenhöhe waren oder knapp davor. In allen anderen waren wir nicht schnell genug", meint der Deutsche dazu. Im Qualifying-Vergleich zwischen Ferrari und Mercedes steht es 1:3, was für Vettels Theorie sprechen würde.

Ferraris Rückstand auf die Silbernen belief sich im Zeittraining im Durchschnitt auf 0,245 Sekunden. Allerdings verpasste Charles Leclerc in Aserbaidschan seine Chance auf die Pole durch seinen Crash. Der Monegasse galt als erklärter Favorit und dominierte das Feld in den ersten drei Trainings.

Im fünften Rennen wird sich bereits entscheiden, ob Ferrari die Trendwende schaffen kann. Schließlich haben die Italiener die erste Ausbaustufe des Motors im Gepäck. Mercedes setzt hingegen auf ein Aero-Paket. Hamilton prophezeit: "Der Abstand zwischen den Top 3 und dem Rest ist wohl weiterhin einfach zu groß."

Den Sieg in Spanien, so glaubt der fünffache Weltmeister, werden sich Mercedes, Ferrari und Red Bull untereinander ausmachen. Wobei er nicht auf die Bullen vergisst: "Red Bull war im Vorjahr sehr schnell hier und sie verbessern sich auch ständig weiter. Ich würde im Moment noch niemanden ausschließen."

In der zweiten Testwoche Ende Februar konnte Mercedes den Anschluss an Ferrari finden, das Paket liegt in den mittelschnellen Kurven "okay". "Am Ende der Wintertests hatten wir hier eine ziemlich gute Pace, allerdings hat sich das Auto mittlerweile stark verändert. Ich könnte mir vorstellen, dass alles näher zusammenrückt."

Hamilton, der bereits dreimal in Katalonien siegen konnte, ist sich bewusst, dass das Pendel sehr schnell in die andere Richtung ausschlagen und die Siegesserie reißen kann. "Wir können die anderen nicht kontrollieren und dürfen uns nicht ablenken lassen. In manchen Sessions war Ferrari sieben oder acht Zehntel schneller."

"Ich denke, wir werden noch stärker werden"

Dadurch dürfe sich Mercedes aber nicht aus der Bahn werfen lassen: "Du unternimmst große Änderungen für die nächste Session - obwohl sie nur den Motor aufgedreht haben. Man muss sich daher auf den eigenen Job konzentrieren. Es funktioniert ja, das müssen wir einfach noch verstärken."

Bislang profitierte der deutsche Hersteller auch von Fehlern und technischen Gebrechen (Stichwort Bahrain) der Konkurrenz. "In Zukunft könnten wir in Probleme kommen, wenn sie keine Fehler machen", weiß Hamilton. Bislang habe man aber einfach alles aus dem Paket W10 herausholen können - auf Fahrerseite, aber auch mit der Strategie.


Fotos: Grand Prix von Spanien


Indem Mercedes das Auto noch besser verstehen lernt, werde man laut dem Briten aber auch in einer besseren Position sein. Er freut sich vor allem schon auf die wärmeren Rennen - "die werden besonders hart". Motivation sei im Team jedenfalls noch genügend vorhanden.

"Es gibt immer noch Bereiche, in denen wir uns verbessern können. Alle sind sehr motiviert, das inspiriert mich dazu, mich jede Woche zu verbessern. Ich denke, wir werden noch stärker werden", kündigt er an. "Natürlich gibt es immer unvorhersehbare Hürden, aber wir versuchen, proaktiv zu bleiben und nicht nur zu reagieren."

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