• 05. Juni 2017 · 14:14 Uhr

Honda rennt die Zeit weg: Kommt das große Update in Kanada?

Honda plant die Einführung eines größeren Motorenupdates, doch für Kanada wird es langsam knapp - Entscheidung erst am Donnerstag

(Motorsport-Total.com) - McLaren steht in Kanada ein schwieriges Rennwochenende bevor. Zum einen ist der Circuit Gilles Villeneuve ein Kurs, auf dem Motorenleistung wichtig ist, zum anderen weiß das Team noch nicht, ob Motorenpartner Honda mit dem eigentlich geplanten Update rechtzeitig fertig wird. "Wir geben Gas, aber bis Donnerstag kann ich das nicht entscheiden", meint Motorenchef Yusuke Hasegawa.

Stoffel Vandoorne

Die Performance stimmte in Monaco, in Kanada könnte es schwierig werden Zoom Download

Bekanntlich ist der Motor die große Schwachstelle von McLaren. Die Antriebe sind nicht leistungsfähig und zuverlässig genug, um in der Formel 1 in dieser Saison Punkte bislang Punkte holen zu können. Weder Fernando Alonso noch Stoffel Vandoorne oder der in Monaco eingesprungene Jenson Button konnten 2017 bislang einen Zähler holen. Hoffnung sollte ein Motorenupgrade am kommenden Wochenende machen, doch die Zeit läuft davon.

Zwar habe man laut Hasegawa schon ein wenig Performance gefunden, allerdings habe man dafür noch nicht begonnen, den Motor richtig einzustellen, was Probleme mit der Fahrbarkeit verursachen könnte. Honda könnte ein paar neue Elemente am Motor einbauen, wenn man die notwendigen Einstellungen hinbekommt und die Zuverlässigkeit bestätigt, doch das wird sich erst im Laufe der Woche entscheiden.

Motorenwechsel nur bei lohnendem Sprung

Aktuell sind die Vorteile nämlich noch so gering, dass es sich nicht lohnen würde, dafür eine Strafversetzung in Kauf zu nehmen, die mit einem weiteren Motorwechsel fällig wäre. "Wenn der Performancesprung zu klein ist, dann ist es das nicht wert", sagt Hasegawa.

Yusuke Hasegawa

Yusuke Hasegawa will über das Update erst am Donnerstag entscheiden Zoom Download

Fernando Alonso spricht sich ebenfalls dafür aus, dass McLaren nicht unnötig Strafversetzungen in Kauf nimmt: "Jedes Mal, wenn wir einen neuen Motor einbauen, starten wir von ganz hinten, weil wir unsere Limits bereits überschritten haben. Wir müssen also die Rennen, in denen wir wechseln, sehr sorgfältig aussuchen", wird der Spanier von 'Diario Sports' zitiert. "Ich weiß nicht, ob wir beim Motor etwas Neues für Kanada haben, aber ich hoffe es."

Sollte das Upgrade kommen, dann sind vor allem Verbesserungen beim Verbrennungsmotor und bei der Turbine geplant: "Der Verbrennungsmotor ist unsere größte Baustelle, die wir verbessern müssen", nickt Hasegawa. Laut Alonso fehlen derzeit rund 50 PS auf die Konkurrenten von Mercedes, Ferrari und Renault, die auf manchen Strecken bis zu drei Sekunden Unterschied ausmachen sollen.

McLaren zufrieden: Die Werte stimmen

Immer wieder wird betont, dass man mit einem gleichwertigen Motor um Podestplätze mitfahren könnte und nah an Mercedes und Ferrari dran sein würde. Den Beweis kann McLaren logischerweise nicht erfüllen, doch Teamchef Eric Boullier hofft darauf, dass Hondas Verbesserungen noch im Laufe der Saison greifen werden und das Team weiter nach vorne bringen. "Wir brauchen diesen Schritt von unserem Partner in der zweiten Saisonhälfte, um eine starke Performance hinzulegen und Punkte einzufahren", so der Franzose.


Fotostrecke: GP Monaco, Highlights 2017

Laut ihm sei das Chassis des MCL32 nämlich äußerst zufriedenstellend in seinem Entwicklungsstand: "Die Korrelation ist fantastisch. Wir sind bei 95 Prozent von dem, was wir erwartet haben - das ist brillant", betont er bei 'Autosport'. Die neuen Prozesse im Team seien so vertrauenswürdig, dass man immer genau wisse, was man von Neuentwicklungen erwarten kann - und das sowohl bei der Aerodynamik wie auch bei mechanischen Teilen.

Einen ersten Erfolg konnte man in Monaco sehen, als Vandoorne und Button im Qualifying in Q3 fahren konnten. Vandoorne hätte auch die ersten Punkte der Saison holen können, wäre er nicht in die Streckenbegrenzung gefahren. Doch das Chassis hat seinen Wert gezeigt. "Als internes Ziel wollten wir sehen, ob unsere Abläufe funktionieren - und das tun sie", so Boullier. "Wir sind sehr zuversichtlich in unsere Fähigkeiten, die nächsten Ziele zu erreichen. Das Auto wird weiter entwickelt werden, aber wir sind mit der Plattform zufrieden."

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