• 09. Juli 2012 · 15:14 Uhr

Britische Fans waren Rosbergs einziger Lichtblick

Verkehr im Qualifying, kein Speed im Rennen und eine klemmende Radmutter an der Box: Nico Rosberg hakt Silverstone ab und freut sich auf den Hockenheimring

(Motorsport-Total.com) - Sechs Rennen lang hatte Nico Rosberg stets WM-Punkte geholt, in Silverstone jedoch setzte es für den Mercedes-Piloten, der auf Rang 15 ins Ziel kam, den ersten Nuller seit dem Rennen in Sepang. "Echt schade", bemerkt der Wiesbadener, der auf Platz sechs der Gesamtwertung liegt und auf alle vor ihm platzierten Piloten Zähler einbüßte. Die Bilanz fällt trübe aus: "Insgesamt wirklich ein durchwachsenes Wochenende - schon vom Wetter her war es wirklich schwierig", so Rosberg in seinem Videoblog.

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Ein Gesicht wie zwei Tage Regenwetter in Silverstone: Nico Rosberg Zoom Download

Die Probleme begannen am Samstag mit dem verregneten Kampf um die Pole-Position: "Das Qualifying ist echt dumm gelaufen. In der entscheidenden Phase hatte ich Verkehr auf dem Weg raus, dadurch habe ich Temperatur in den Reifen verloren." Dem Aufwärmen der Pneus misst Rosberg große Bedeutung bei: "Es war generell sehr kalt, deshalb war die Reifentemperatur sehr wichtig. Und deswegen habe ich einfach die Runde zum richtigen Zeitpunkt nicht hinbekommen."

Zu langsam, verkorkster Boxenstopp

Am Ende stand Startposition elf zu Buche - acht Plätze hinter Teamkollege Michael Schumacher, der im Gegensatz zu Rosberg in den dritten Abschnitt eingezogen war. "Das schien okay, weil Alonso in Valencia ja noch vom elften Platz gewonnen hatte. Ich dachte, es würde schwieriger, aber kein Problem, und dass mit einem guten Rennen noch einiges machbar sei." Doch da hatte sich der 27-Jährige verrechnet.

Denn die Probleme hielten an:"Nach der ersten Runde war ich ganz weit hinten, dann einfach nicht schnell genug. Und dann noch der Boxenstopp mit einem kleinen Problem", hadert Rosberg, bei dem eine Radmutter vorne links klemmte. "Am Ende war ich 15. und habe keine Punkte geholt - echt schade", seufzt er, konnte sich aber immerhin an der bombastischen Stimmung auf den Tribünen erfreuen: "Ein kleines Highlight für mich waren die Zuschauer."

Den Anschluss nicht verpassen

"Da müsst ihr mal in Deutschland eins drauflegen", wendet sich Rosberg an die Fans, die in zwei Wochen den Hockenheimring säumen werden. "Das wird aber echt schwierig, weil die Zuschauer in England echt cool waren." Das Kompliment, das viele Piloten den trotz Stau und heftigen Regenfällen gut gelaunten Briten aussprachen, fällt noch üppiger aus: "In der Pause des Qualifyings haben sie die Teams aufgefordert, eine Laola-Welle zu machen. Das war spaßig."


Fotos: Nico Rosberg, Großer Preis von Großbritannien


Der Ausblick auf das Rennwochenende im Badischen fällt positiv aus: "Ich freue mich jetzt auf Hockenheim. Da werden wir sicher wieder angreifen, denn es ist eine Strecke, die uns viel mehr liegt", erklärt Rosberg, warnt Mercedes aber auch davor, den Anschluss an die Konkurrenz zu verpassen. "Wir müssen jetzt aufpassen. Die Teams vorne haben einen Schritt gemacht. Auch in Valencia schon: Sebastian (Vettel, Anm. d. Red.) war vorne weg, und jetzt waren die Jungs wieder ein Stück schneller unterwegs."

Deshalb fordert Rosberg: "Wir müssen sehen, dass wir weiterentwickeln und mitziehen." Weil in Deutschland weniger Hochgeschwindigkeitskurven auf den Formel-1-Zirkus warten, glaubt der China-Sieger daran, beim Heimspiel bessere Karten auf der Hand zu haben: "Hockenheim müsste uns liegen, daher bin ich davon überzeugt, dass wir gut dastehen. Wie gut, das müssen wir sehen. Auf jeden Fall wird es toll vor den deutschen Fans", freut er sich.

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