• 31. August 2022 · 16:10 Uhr

Formel-1-CEO Domenicali sicher: Neue Hersteller kommen, um zu bleiben

Die Verantwortlichen der Formel 1 sind zuversichtlich, dass der Sport die früheren Boom- und Pleitezyklen hinter sich hat und neue Hersteller kommen, um zu bleiben

(Motorsport-Total.com) - Die neuen Motorenregeln ab 2026 haben dazu beigetragen, die mit Audi und Porsche zwei deutsche Automobilhersteller ihren Formel-1-Einstieg planen. Audi machte es beim Großen Preis von Belgien am vergangenen Wochenende offiziell.

Stefano Domenicali

Stefano Domenicali, Mohammed Ben Sulayem und das Audi-Management Zoom Download

Das bedeutet, dass es ab 2026 mindestens fünf Automobilhersteller in der Königsklasse geben wird: Mercedes, Ferrari, Renault, Audi und Porsche. Auch Honda hat die Möglichkeit noch nicht völlig ausgeschlossen, nach dem Ende seiner derzeitigen technischen Partnerschaft mit Red Bull weiterzumachen.

Die Geschichte der Formel 1 und anderer internationaler Rennserien auf höchstem Niveau hat gezeigt, dass es für die Kategorien schwierig ist, eine solche Anzahl von Herstellern auf Dauer zu halten, da nicht alle gewinnen können und die Verlierer oft aufgeben.

F1 technisch und wirtschaftlich attraktiv

Formel-1-CEO Stefano Domenicali und FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem sind jedoch zuversichtlich, alle Hersteller langfristig an Bord zu halten. Sie vertrauen auf die Art und Weise, wie die Motorenregeln formuliert wurden, sowie auf die finanzielle Solidität des Sports in Zeiten der Kostendeckelung.

Zwar räumt Domenicali ein: "In der Geschichte der Formel 1 haben wir Teams kommen und gehen sehen, Hersteller kommen und gehen sehen. Aber das Schöne an der Entscheidung, die wir gemeinsam getroffen haben, ist, dass wir völlig davon überzeugt sind, dass sie technisch gesehen die richtige ist."


Fotos: Präsentation: Formel-1-Showcar von Audi


"Sie wird es aus technologischer Sicht, aus Sicht der Nachhaltigkeit und aus wirtschaftlicher Sicht ermöglichen, die Teams und Hersteller an Bord zu haben und zu halten - und noch mehr zu dieser Gleichung hinzufügen", ist der Formel-1-CEO überzeugt.

"Wenn man sich die Lebensdauer der Zyklen anschaut, denke ich, dass wir uns im Moment auf der positiven Seite befinden. Es wird sehr lange dauern, ich hoffe, so spät wie möglich, bis wir auf der anderen Seite stehen. Aber jetzt ist alles gut, ein großartiger Trend."

Alte und neue Hersteller berücksichtigt

FIA-Präsident Ben Sulayem ergänzt, dass der Vorstoß, die Regeln sowohl für die aktuellen Hersteller als auch für die Neueinsteiger zu verbessern, ausschlaggebend gewesen sei.

"Ich bin zuversichtlich, dass die Nachhaltigkeit der Hersteller gegeben sein wird", sagt er, "denn wir haben viel investiert. Die Verhandlungen betrafen die Stunden auf dem Prüfstand, die Kostendeckelung, einfach alles. Wir haben also dafür gesorgt, dass beide Seiten - bestehende und neue Hersteller - eine Chance haben."

"Wir haben das mit allen Beteiligten hier ausgearbeitet. Deshalb bin ich zuversichtlich, dass sie hier bleiben werden. Das ist nicht nur eine vorübergehende Sache", so der FIA-Mann.


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Umgekehrt hätte es keine Chance gegeben, Autohersteller wie Audi und Porsche an Bord zu holen, wenn die Regeln nicht geändert worden wären, verrät er weiter: "Wenn wir nichts geändert hätten, hätten wir neuen Teams nicht die Möglichkeit gegeben, zu kommen."

"Ein großer Hersteller würde auf keinen Fall als Motorenlieferant einsteigen, wenn er keine reale Chance hat. Schließlich will sich niemand blamieren. Bei den Verhandlungen gab es viele Höhen und Tiefen. Wir haben uns stets mit Audi, den Teams und Stefano ausgetauscht, und die Ergebnisse sind sehr fruchtbar."

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