• 30. Mai 2022 · 13:39 Uhr

Formel-1-Chefs relativieren Ängste: Bleiben in Europa!

Die Formel 1 bleibt in Europa - Trotz der Expansion in die USA und andere Teile der Welt, möchte die Königsklasse den Wurzeln treu bleiben

(Motorsport-Total.com) - Die Formel 1 wird Europa in Zukunft nicht den Rücken kehren, obwohl die Königsklasse in Afrika, Asien und auch in den Vereinigten Staaten von Amerika deutlich mehr Rennen veranstalten wird. Das sichert Geschäftsführer Stefano Domenicali zu. Ein Rennen im südafrikanischen Kyalami steht auf der To-do-Liste der Formel 1 und könnte schon 2023 den Weg in den Kalender finden.

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Aktuell darf der Formel-1-Kalender laut Statuten aus bis zu 24 Rennen bestehen. Im Jahr 2023 kommen die Rennen in Las Vegas und Katar sicher dazu. Außerdem hat Rechteinhaber Liberty Media den Wunsch, weitere Märkte zu erschließen, weshalb es traditionellen Rennen in Europa - wie Monaco - an den Kragen gehen könnte.

So könnte es auch zu einem Rotationsverfahren kommen: Frankreich könnte alle zwei Jahre stattfinden, und auch der Grand Prix von Belgien könnte seinen festen Platz im Kalender verlieren. Die Zukunft des traditionellen Stadtkurses in Monaco steht noch in den Sternen. Mit den Rennen in Austin, Miami und Las Vegas scheint die Amerika-Expansion vollzogen. Jetzt stehen Afrika und Asien auf dem Programm.

Laut Domenicali wird die Formel 1 aber nicht einfach wahllos europäische Klassiker aus dem Kalender werfen, um neue Märkte auf der Welt zu erschließen: "Es gibt Regionen auf der Welt, die die Formel 1 haben wollen, und ich denke, ein Gebiet, das wir entwickeln wollen, ist der afrikanische Raum", sagt er. "Wir sind eine Weltmeisterschaft, und das ist eine Region, in der wir noch nicht so weit sind."

Die Formel 1 möchte schon bald eine Präsenz auf dem Kontinent aufbauen und auch den Fernen Osten in die Planungen integrieren. "Dabei wollen wir aber natürlich nicht Europa aus den Augen verlieren. Wir haben hier unsere Wurzeln, und das wird so bleiben", sagt Domenicali im Rahmen des Business-of-F1-Forums, das die Financial Times und Motorsport Network in Monaco veranstaltet haben.

Die Formel 1 ist, so Domenicali, in der luxuriösen Situation, viele Optionen für die Weltmeisterschaft zu haben: "Wir werden die richtigen Entscheidungen treffen", sagt er. "Wir denken an die DNA des Sports und auch daran, welche Promoter mit uns arbeiten wollen."


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Dem stimmt auch Chloe Targett-Adams zu, die in der Formel 1 für die Promotion der Rennen verantwortlich ist: "Wir sind ein globaler Sport und müssen auch so agieren", sagt sie. "Wir arbeiten jetzt schon viele Jahre daran, in Afrika aktiv zu werden."

All das sei ein wichtiger Schritt, die Königsklasse strategisch auf der ganzen Welt zu platzieren. Auch sie sagt: "Wir werden die Kernländer in Europa behalten."

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