• 09. Oktober 2020 · 07:27 Uhr

Vettel über Aston Martin: "Steht jedem frei, sich Aktien zu kaufen"

Sebastian Vettel hat erstmals bestätigt, dass er schon jetzt als Aktionär bei Aston Martin investiert ist, und spricht über eine Teilnahme am 24-Stunden-Rennen

(Motorsport-Total.com) - Sebastian Vettel wird 2021 nicht nur Formel-1-Rennen für Aston Martin fahren, sondern auch Aktionär beim britischen Sportwagenhersteller sein. Denn gegenüber 'Motorsport-Total.com' hat der scheidende Ferrari-Pilot im Rahmen der Donnerstags-Pressekonferenz auf dem Nürburgring bestätigt, dass er schon jetzt als Aktionär bei Aston Martin eingestiegen ist.

Sebastian Vettel im möglichen Outfit von Aston Martin 2021 (Fotomontage)

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"Wenn die Frage ist, ob ich Aktien am Unternehmen halte, dann ja, habe ich", nickt Vettel. Wie viel Geld er investiert habe, sei "zweitrangig. Darüber werde ich nicht reden. Aber ich glaube an dieses Projekt, ich habe mich für dieses Projekt entschieden und ich bin schon gespannt auf den Moment, wenn es nächstes Jahr losgeht."

Eine große Sache möchte Vettel aus seinem Investment nicht machen: "Jeder darf mit seinem Geld machen, was er machen möchte. Und soweit ich weiß, ist Aston Martin ein börsennotiertes Unternehmen. Es steht jedem frei, sich Aktien zu kaufen." Das sei also "keine große Neuigkeit", findet er.

Tatsächlich war zuletzt darüber spekuliert worden, ob Vettel möglicherweise nicht nur als Rennfahrer, sondern auch als Aktionär zu Aston Martin stoßen könnte. Aston-Martin-Aktionär Toto Wolff hatte zuletzt nicht ausgeschlossen, "dass er sich nicht vielleicht ein paar Aktien kauft - vor allem wenn das Unternehmen nach wie vor tief bewertet ist. Diese Gelegenheit ist natürlich da."

Aston-Aktie hat dramatisch an Wert verloren

Wolff spielt damit auf den aktuellen Kurs von Aston Martin in London an, der am Donnerstagabend bei exakt 50,75 Britischen Pence (GBX) geschlossen hat. Unter Berücksichtigung diverser Maßnahmen wie Kapitalerhöhungen, die den Kurs über die Jahre verwässert haben, war die Bewertung von Aston Martin beim IPO im Oktober 2018 mehr als zehnmal so hoch.


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Die ersten Auswirkungen des Vettel-Engagements auf den Börsenkurs hat es bereits am Abend des 9. September gegeben, als klar war, das Vettel kommen würde. Zwischenzeitlich kletterte der Wert der Aston-Aktien innerhalb von wenigen Stunden um bis zu 17 Prozent nach oben - ein Anstieg, der inzwischen längst wieder nach unten korrigiert wurde.

Vettels Zusammenarbeit mit Aston Martin könnte perspektivisch auch über die Formel 1 hinausgehen. Eine Rolle als Markenbotschafter wurde bereits vereinbart. Darüber hinaus träumen deutsche Motorsportfans davon, ihn in Zukunft mit einem GT3-Aston am Start des 24-Stunden-Rennens auf der Nürburgring-Nordschleife zu sehen, möglicherweise im Team mit Bruder Fabian.

Vettel und die Nordschleife: "Sollte darüber nachdenken!"

"Einige sagen ja, dass ich dem Ende meiner Karriere nahe bin", grinst Vettel. "Vielleicht sollte ich darüber nachdenken!" Mit ernster Miene fügt er an: "Ich bin mir sicher, ich werde die nächsten Jahre gut zu tun haben. Insofern weiß ich nicht."

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Er räumt aber ein, dass er andere Motorsportkategorien durchaus verfolgt und besonders am Nordschleifen-Klassiker grundsätzlich Interesse besteht: "Jeder kennt das Rennen, jeder bewundert es. Es ist eine der größten Herausforderungen der Motorsportwelt. Wer weiß? Eines Tages vielleicht."

"Hoffentlich suche ich mir ein gutes Jahr dafür aus, denn mit dem Wetter kann es eine ziemliche Herausforderung sein", spielt Vettel auf die 2020er-Auflage an, als das 24-Stunden-Rennen wegen Starkregens stundenlang unterbrochen werden musste. "Ich weiß auch nicht. Ist vielleicht eine Frage für einen späteren Zeitpunkt ..."

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