Toto Wolff: Niki Lauda fehlt "in allen Belangen"
Ohne Niki Lauda ist das Mercedes-Team, aber insbesondere Toto Wolff, nicht mehr so wie es einmal war: Erinnerungen an "diesen Superfreund"
(Motorsport-Total.com) - Der Tod von Niki Lauda am 20. Mai hat nicht nur im Formel-1-Fahrerlager eine große Lücke hinterlassen.
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Niki Lauda wird von Toto Wolff schmerzlich vermisst - nicht nur in der Mercedes-Box Zoom Download
Der 70 Jahre alt gewordene Österreicher war weit über den Sport hinaus bekannt und beliebt - nicht zuletzt aufgrund seiner direkten Art, mit der er zwar hin und wieder auch aneckte, die aber über Jahrzehnte so typisch für ihn war.
In der Formel 1 wird Lauda insbesondere bei Mercedes vermisst. Schließlich war er beim fünfmaligen Weltmeisterteam bis zu seinem letzten Vor-Ort-Besuch (Grand Prix von Großbritannien 2018 in Silverstone) einer der Drahtzieher gewesen. Als Aufsichtsratsvorsitzender des Teams bildete Lauda zusammen mit Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff so etwas wie eine inoffizielle Doppelspitze.
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Österreich nimmt Abschied von Niki Lauda: Auf dem geschlossenen Sarg liegen ein Lorbeerkranz und ein Rennhelm. Fotostrecke
"Manchmal, wenn ich im Flugzeug sitze, schaue ich nach rechts und denke, da saß er", beschreibt Wolff gegenüber 'Sky' und spricht davon, dass Lauda "einfach in allen Belangen fehlt". Dies umfasst bei weitem nicht nur die sportlichen Themen.
"Am allermeisten fehlt er mir als Freund", gesteht Wolff und erinnert sich: "Wir sind die vergangenen sechs Jahre sehr eng zusammengewachsen. Wir haben gemeinsam gelacht, wir haben gemeinsam geweint. Uns geht das herzhafte Lachen ab und die nicht immer ganz jugendfreien Witze. Dieser Superfreund, den ich hatte, den vermisse ich am allermeisten."
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Laudas Tod liegt gut sechs Wochen zurück. Aber das, was Wolff vor rund drei Wochen sagte, nämlich, dass er den Tod seines Freundes noch nicht verarbeitet hat, dürfte noch eine ganze Weile andauern.


