• 24. Februar 2023 · 20:27 Uhr

Alonso & Aston Martin: Auf Augenhöhe mit Mercedes?

Aston Martin und Fernando Alonso sehen nach den ersten beiden Tagen des Formel-1-Tests in Bahrain wie die großen Sieger aus - 2023 auf Mercedes-Niveau?

(Motorsport-Total.com) - Dem Aston-Martin-Formel-1-Team könnte der größte Sprung für die Saison 2023 von allen Teams gelungen sein. Bei den Testfahrten in Bahrain hat sich Fernando Alonso schon früh zur Überraschung des Feldes herauskristallisiert, denn nicht nur auf einer Runde ist der Spanier gut dabei, sondern auch in den Longruns. Aston Martin scheint dabei nicht nur Best of the Rest, sondern möglicherweise sogar auf dem Niveau von Mercedes zu sein.

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Fernando Alonso am Abend des zweiten Testtages in Bahrain Zoom Download

Nachdem Alonso am Donnerstag knapp Zweiter hinter Max Verstappen im Red Bull wurde, konnte er den starken Eindruck am zweiten Testtag mit Platz drei und etwa sechs Zehntel Rückstand auf die Bestzeit von Alfa-Romeo-Pilot Guanyu Zhou bestätigen. Denn anders als zum Beispiel der Chinese, setzte Alonso seine Bestzeit nicht auf dem C5-, sondern dem C3-Reifen, den auch Verstappen für seine P2-Runde benutzte.

"Es war ein guter Tag für uns, an dem wir viele Runden gefahren sind - genau das, was man mit einem neuen Auto braucht", sagt Alonso nach dem zweiten Testtag in Sachir. "Wir hatten ein volles Programm und haben viele verschiedene Dinge ausprobiert."

"Wir experimentieren immer noch mit vielen verschiedenen Dingen, daher ist jede Runde, die wir fahren, wichtig, und wir lernen jedes Mal etwas Neues über das Auto, wenn wir auf die Strecke gehen."

Longruns zeigen: Aston Martin auf Mercedes-Niveau

Als Alonso und Red-Bull-Pilot Sergio Perez in der Morgensession zu ähnlichen Zeiten mit viel Sprit unterwegs waren, hat sich gezeigt, dass der Aston Martin nur etwa acht bis neun Zehntel im Schnitt pro Runde verliert, womit man das viertbeste Team sein sollte, wobei Mercedes am Donnerstag auf einem ähnlichen Niveau unterwegs war.

Auch Teamchef Mike Krack zeigt sich nach den ersten beiden Tagen in Sachir zufrieden mit dem Auftritt seines Teams, will die Kirche trotz guter Rundenzeiten aber noch im Dorf lassen.

"Wir sind mit den Fortschritten zufrieden, die wir an unserem zweiten Tag der Vorsaisontests gemacht haben, aber es ist sehr schwierig, auf der Grundlage von ein paar Testtagen Vorhersagen über die Wettbewerbsfähigkeit zu treffen. Fernando hat 130 Runden absolviert, was uns erlaubt hat, unseren gesamten Testplan durchzugehen und weitere wertvolle Daten zu sammeln."

Krack: Alonso "unglaublich konstruktiv"

"Wir sind noch dabei, Fernandos Fahrstil und seine Anforderungen an das Auto kennenzulernen, aber sein Feedback war unglaublich konstruktiv, und die Änderungen, die wir über Nacht vorgenommen haben, wurden gut aufgenommen."

"Wir konzentrieren uns nur auf uns selbst, bereiten uns so gut wie möglich vor und arbeiten die Aufgabenliste ab. Erst nächste Woche, nach dem Qualifying, können wir uns ein genaueres Bild davon machen, wie konkurrenzfähig wir sind."

Nach seinem schwierigen Auftakt mit einer technischen Panne in der Morgensession am Donnerstag, kann Felipe Drugovich ebenfalls ein positives erstes Fazit ziehen. Der Formel-2-Meister aus dem Vorjahr ersetzt bei den Testfahrten Lance Stroll, der nach einem Fahrradunfall aussetzen muss.

Drugovich nach Testauftakt euphorisch

"Den AMR23 zum ersten Mal zu fahren, war großartig", so der Brasilianer. "Ich habe es wirklich genossen. Zu Beginn des Tages habe ich ein paar Runden damit verbracht, mich daran zu gewöhnen, wieder hinter dem Lenkrad zu sitzen, aber ich hatte das Gefühl, dass ich schnell auf Tempo kam und schon bald war ich wieder in einem guten Rhythmus."

"Trotz eines kleinen Elektronikproblems konnten wir unseren Plan erfüllen und wertvolle Daten für das Team sammeln. Ich habe eine Menge aerodynamischer Tests gemacht, was bei einem neuen Auto unglaublich wichtig ist, aber ich konnte gegen Ende der Session auch ein paar schnelle Runden drehen, was sehr viel Spaß gemacht hat."

Am letzten Testtag am Samstag werden sich Drugovich und Alonso den Aston Martin teilen, ehe die Teams die Daten auswerten werden, um bestmöglich für das erste Saisonrennen in der kommenden Woche vorbereitet zu sein.

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