• 11. März 2022 · 13:37 Uhr

Norris nach holprigem Start in Bahrain: "Autos immer noch windempfindlich"

Der McLaren MCL36 reagiert empfindlich auf Wind, was beim Testauftakt in Bahrain zu einigen Verbremsern führte: größere Räder erfordern anderes Set-up

(Motorsport-Total.com) - Nach einem starken Testauftakt von McLaren vor zwei Wochen in Barcelona konnte das Formel-1-Team aus Woking das Momentum in Bahrain vorerst nicht aufrechterhalten. Lando Norris, der zunächst für den erkrankten Daniel Ricciardo einspringen musste, konnte am Donnerstag aufgrund von Bremsproblemen nur 50 Runden absolvieren.

Lando Norris

Lando Norris beim Testauftakt in Bahrain Zoom Download

Des Weiteren lag der MCL36 alles andere als perfekt auf der Strecke. Norris fiel vor allem durch Ausritte und Verbremser in Kurve 1 und 10 auf. Ein Grund dafür sei laut dem Briten der starke Wind gewesen.

"Auf jeden Fall sind die Autos immer noch windempfindlich", sagt Norris. "Ich denke, es ist gut, dass wir es jetzt herausgefunden haben, denn in Barcelona war es nicht windig. Wir haben also bemerkt, dass es [Problem mit dem Wind] immer noch da ist."

Trotz Problemen viel gelernt

Bereits in den vergangenen Jahren war die Windempfindlichkeit für einige Teams ein größeres Problem als für andere gewesen. Es war jedoch nicht klar, ob sich diese Eigenschaft auch auf die neuen Autos übertragen würde. Besonders das McLaren-Team hatte in der Vergangenheit immer wieder mit dem Wind zu kämpfen.

Trotz der begrenzten Rundenzahl konnte McLaren viel über das neue Auto lernen. "Die Autos reagieren immer noch empfindlich auf Wind und Böen. Zudem unterscheiden sich die Strecken - heute [Donnerstag] ist es viel heißer als in Barcelona, das beeinflusst, wie die Reifen funktionieren und das Auto funktioniert", erklärt Norris.


Williams fackelt ab, Vettel & McLaren in Problemen

Video wird geladen…

Williams fackelt ab, Vettel & McLaren in Problemen

Was für ein Vormittag bei den Tests in Bahrain: Nicholas Latifi fackelt den Williams ab, Sebastian Vettel und McLaren erleiden technische Probleme. Weitere Formel-1-Videos

"Es ist viel holpriger und das Auto verhält sich ganz anders auf Unebenheiten, daher muss man ganz andere Kompromisse mit dem Set-up eingehen. Ich denke, dass all diese Dinge heute [Donnerstag] schwierig waren. Wir versuchen, es zu verstehen und werden das in den nächsten zwei Tagen fortsetzen", fährt der Brite fort.

Autos müssen steifer abgestimmt werden

Die Piloten haben nach dem ersten Tag in Bahrain berichtet, dass die 2022er-Autos in langsamen Kurven schwierig zu fahren sind. Dabei erwies sich am Donnerstag besonders Kurve 10 als hartnäckig, wozu Norris einige interessante Beobachtungen machte.


Fotos: Formel-1-Wintertest 2022 in Sachir


"Ich denke, es ist die Kombination aus zwei Dingen. Das eine ist der Wind, denn wir hatten den ganzen Tag über Rückenwind. Das macht es so viel schwieriger, das Auto zum Stehen zu bringen. Zudem hat man viel weniger Anpressdruck, als wenn man Gegenwind oder gar keinen Wind hätte", beklagt Norris.

"Zweitens muss man diese Autos, mit den größeren Reifen, steifer abstimmen. Das macht es ziemlich holprig am Kurveneingang und man muss beim Bremsen gleichzeitig lenken. Dafür ist ein Formel-1-Auto aber nicht unbedingt ausgelegt, weshalb es sehr einfach ist, seine Vorderreifen zu blockieren und sich einen 'Flat-Spot? zu holen."

Norris: "Man muss sich einfach etwas zurückhalten"

Ein erster Ansatz, dies zu verhindern, sei laut dem McLaren-Piloten eine konservativere Herangehensweise in einigen Kurven zu wählen. "Es ist schwierig, denn besonders wenn man neue Reifen aufzieht, möchte man immer ein bisschen mehr pushen."

"Man muss sich einfach etwas zurückhalten. Es geht darum, das Auto nicht in die Kurve zu schmeißen, da sie [Verbremser] sonst die logische Konsequenz sind", so der McLaren-Pilot.

"Aber realistisch gesehen muss man bei diesen Autos etwas konservativer sein und versuchen, es nicht zu übertreiben. Das hat sonst einige Konsequenzen."

Tickets
Anzeige

Fotos & Fotostrecken

Formel 1 trifft Fußball: Im Red-Bull-Auto durch Leipzig
Formel 1 trifft Fußball: Im Red-Bull-Auto durch Leipzig
Die aktuellen Teamchefs der Formel 1
Die aktuellen Teamchefs der Formel 1

Formel-1-Champions, die ihren WM-Titel erfolgreich verteidigen konnten
Formel-1-Champions, die ihren WM-Titel erfolgreich verteidigen konnten

Die Formel-1-Fahrer 2023
Die Formel-1-Fahrer 2023

Budapest: Die Fahrernoten der Redaktion
Budapest: Die Fahrernoten der Redaktion
Anzeige
Formel1.de auf YouTube

Formel-1-Quiz

Der kleinste Kalender der Formel-1-Geschichte umfasste (ohne Indy 500) ...

Top-Motorsport-News

Fehlende Repeater-Lights Ursache für DTM-Startcrashes?  "Das ist nicht fair"
DTM - Fehlende Repeater-Lights Ursache für DTM-Startcrashes? "Das ist nicht fair"

WRC Rallye Estland 2022: Rovanperä konsolidiert Führung
WRC - WRC Rallye Estland 2022: Rovanperä konsolidiert Führung

WSBK 2023: Jonathan Rea und Kawasaki einigen sich auf neuen Vertrag
WSBK - WSBK 2023: Jonathan Rea und Kawasaki einigen sich auf neuen Vertrag

12h-Rennen NLS: Campingplätze an der Nordschleife werden geöffnet
VLN - 12h-Rennen NLS: Campingplätze an der Nordschleife werden geöffnet
Formel 1 App

Folge Formel1.de