• 12. Mai 2021 · 10:46 Uhr

Mit auffälligen "Radkappen": Robert Kubica testet Reifen für 2022

Alfa Romeo gab am Dienstag in Barcelona einen Ausblick auf 2022 und fuhr an den Hinterrädern mit Radverkleidungen, die im kommenden Jahr ihr Comeback feiern

(Motorsport-Total.com) - Drei Jahre waren sie "in Mode", dann verboten. Doch 2022 kommen die "Radkappen" wieder in die Formel 1 zurück. Mit den neuen 18-Zoll-Reifen von Pirelli feiern auch die verkleideten Felgen ein Comeback in der Königsklasse. Alfa Romeo hat am Dienstag in Barcelona schon einmal einen Ausblick gegeben, wie das im kommenden Jahr aussehen könnte.

Robert Kubica

Robert Kubica war mal mit und mal ohne Radabdeckungen zu sehen Zoom Download

Robert Kubica fuhr in Spanien einen Reifentest für Hersteller Pirelli. Dabei waren auch die neuen Radabdeckungen im Einsatz. Alfa Romeo fuhr sie jedoch nur an den Hinterrädern und wechselte immer wieder von verkleideter zu unverkleideter Form.

Die "Radkappen" sollen den Teams zwei Vorteile bringen: Zum einen sorgen sie für einen stabileren Luftfluss um die Reifen, weil die Luft in den Felgen nicht mehr so stark verwirbelt werden kann, zum anderen können die Reifen so besser aufgewärmt werden.

Man geht davon aus, dass sich die steiferen 18-Zoll-Reifen nicht mehr so gut ins Arbeitsfenster bekommen und dort halten lassen wie die aktuellen Pneus. Daher wollen die Ingenieure die Hitze der Bremsen nutzen und diese über die Felgen von innen auf den Reifen übertragen. Durch die Abdeckungen soll dabei weniger Hitze entweichen.


Fotostrecke: Alfa-Romeo-Test in Barcelona: Die Radkappen sind wieder da

Alfa Romeo hat nun einen ersten Eindruck bekommen, wie sich die Abdeckungen auswirken. Das ist allerdings kein Vorteil für den Rennstall, weil Pirelli allen Formel-1-Teams die Daten zur Verfügung stellt.

Die "Radkappen" sind in der Formel 1 aber nicht neu: Schon von 2007 bis 2009 waren die Teams damit unterwegs. Allerdings wurden sie zur Saison 2010 per Reglement verboten, weil sich die Fans an der Optik störten und man der Meinung war, dass die Entwicklung teuer sei, aber nichts zur Action auf der Strecke beitragen würde.

2022 feiern sie nun ein Comeback.

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