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Wurz: Bottas & Perez sind gut für die ersten zwei, drei Jahre, aber dann ...
Die Formel-1-Experten Alexander Wurz und Jacques Villeneuve verteidigen Cadillacs Fahrerentscheidung für 2026, haben aber Bedenken für die Zukunft
(Motorsport-Total.com) - Cadillac hat für den Einstieg in die Formel 1 2026 auf ein erfahrenes Fahrerduo gesetzt: Valtteri Bottas und Sergio Perez. Die Entscheidung sorgt für Diskussionen, weil viele Fans und Experten auf junge Talente gehofft hatten. Experten wie Alexander Wurz und Jacques Villeneuve sehen den Ansatz jedoch differenziert.
Wurz: Erfahrung ist der Schlüssel für den Aufbau
ORF-Experte Alexander Wurz betont, dass die Entscheidung vor allem der Teamentwicklung dienen soll. "Es geht nicht darum, die ältesten Fahrer zu haben, sondern die meisten Erfahrungen", so der Österreicher.
Er verweist darauf, dass Bottas und Perez aus unterschiedlichen Teams kommen und dadurch verschiedene Perspektiven mitbringen - Bottas mit Mercedes-Erfahrung, Perez mit Red Bull-Erfahrung und einem stabilen Background bei Sauber. Diese Erfahrung sei entscheidend, um eine neue Teamkultur und Teamstruktur aufzubauen.
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Wurz sieht die Fahrer nicht primär in der Rolle von Performance-Trägern: "Zuerst müssen sie lernen, pünktlich rauszufahren, die ersten Rennen zu Ende zu bringen, bevor man über reine Performance sprechen kann." Mit Bottas und Perez habe man für die ersten zwei bis drei Jahre solide Führung im Team. Erst wenn die Grundlagen etabliert sind, könnte es sinnvoll sein, auf jüngere Talente zu setzen, um die Performance weiter zu steigern.
Villeneuve: Erfahrung heißt nicht automatisch Tempo
Auch Jacques Villeneuve sieht die Erfahrung als wichtigen Faktor, warnt aber vor falschen Erwartungen. "Erfahrung ist wichtig, wenn man ein neues Team ist, aber es gibt verschiedene Arten von Erfahrungen - gute Erfahrungen, schlechte Erfahrungen.", erklärt der ehemalige Weltmeister bei Sky. Erfahrung bedeute nicht automatisch, dass ein Fahrer schnell oder herausragend sei.
Villeneuve lobt insbesondere Bottas' frühere Leistungen bei Mercedes, wo er aktiv an der Weiterentwicklung des Autos beteiligt war. Bei Sauber habe er hingegen die Motivation teilweise verloren, was zeige, dass Erfahrung allein keine Garantie für konstante Performance sei. Über Perez meint Villeneuve, dass dieser neben Erfahrung auch finanzielle Mittel - "comes with cash" - ins Team bringe, was für ein neues Team ebenfalls wertvoll sein könne.