Mike Krack: Fernando Alonso "hat das Recht, Kritik zu üben"
Nach Fernando Alonsos Kritik am Update-Verfahren von Aston Martin reagiert Einsatzleiter Mike Krack mit Verständnis: "In diesem Fall berechtigt"
(Motorsport-Total.com) - Aston Martin zeigte beim Grand Prix von Ungarn 2025 eine der besten Leistungen der Saison, als das Team mit Fernando Alonso und Lance Stroll die Plätze fünf und sieben belegte. Doch trotz der ansteigenden Form übte der zweimalige Formel-1-Weltmeister vor dem Wochenende in Zandvoort Kritik an der Herangehensweise seines Teams bei Updates.
Alonso kritisierte, dass die Formel 1 kein Ort sei, um ständig Updates zu testen, die anschließend wieder zurückgebaut werden müssen. Einsatzleiter Mike Krack äußerte sich dazu ausführlich und erklärt, warum Alonsos Kritik gerechtfertigt ist und wie das Team damit umgeht.
Gute Leistung in Ungarn - aber noch viel Konkurrenzdruck
Krack reflektiert zunächst die Performance in Ungarn: "Ich glaube, wir haben wirklich alles rausgeholt in Budapest", sagt er gegenüber dem ORF. Das Team sei "on top of our game" gewesen, auch wenn die Pace in absoluten Zahlen vielleicht nicht ganz den Erwartungen entsprach. Dennoch sei die Top-5-Platzierung ein klarer Fortschritt im Vergleich zu den ersten Rennen der Saison.
Krack betonte jedoch, dass die Konkurrenz eng beieinanderliege: "Ab Platz fünf sind sechs Teams innerhalb von 50 Punkten. Also da kann noch viel passieren und das wird ein Kampf bis zum letzten Rennen."
Damit macht er deutlich, dass die Ungarn-Leistung zwar ein positives Signal ist, aber keineswegs eine Vorentscheidung für die Meisterschaft. Aston Martin muss weiterhin beständig liefern, um sich im Mittelfeld gegen Teams wie Racing Bulls, Williams oder Sauber zu behaupten, die alle eng zusammenliegen.
Krack mit Verständnis für Alonso
Auf Alonsos Kritik angesprochen reagiert Krack verständnisvoll: "Ein Fahrer hat auch das Recht, Kritik zu üben. In diesem Fall ist sie berechtigt." Er räumt ein, dass Aston Martin in den vergangenen Jahren Schwierigkeiten hatte, die Entwicklungen zuverlässig auf die Strecke zu bringen, und dass viele Upgrades nicht wie in der Simulation vorhergesagt funktionierten.
2023 fuhr man zu Saisonbeginn noch regelmäßig um Podestplätze, doch nach und nach entwickelte sich das Team in Sachen zurück, ehe man schließlich wieder im Mittelfeld landete. Aktuell steht Aston Martin auf Rang sechs der Konstrukteurswertung. Krack macht dabei klar, dass die Kritik nicht überraschend sei: "Wir kritisieren uns aber selber auch. Wir brauchen das nicht zusätzlich, aber er hat da durchaus das Recht, das auch zu äußern."
Mit dem Regelumsturz in der kommenden Saison sind im Verlauf dieses Jahres ohnehin kaum noch Updates von den Teams zu erwarten. Daher muss jedes Team ohnehin mit dem arbeiten, was man jetzt zur Verfügung hat: "Wir müssen jetzt versuchen, über die nächsten zehn Rennen konstant zu liefern", so Krack.