• 28. November 2024 · 14:47 Uhr

Max Verstappen: Bin dankbar, dass mich mein Papa so hart erzogen hat

Lando Norris sei vielleicht "nicht brutal genug", findet Formel-1-Experte Marc Surer - Max Verstappen hingegen wurde eine gewisse Härte von Kindheit an antrainiert

(Motorsport-Total.com) - Über Max Verstappens Kindheit, als aufstrebender Kartfahrer mit Rennfahrer-Papa Jos an seiner Seite, gibt es zahlreiche Legenden. Die bekannteste ist wahrscheinlich die, dass Jos den kleinen Max nach einem Unfall in einem Kartrennen allein an einer Tankstelle ausgesetzt hat. Kein Wunder, dass Max früh gelernt hat, sich eine gewisse Härte anzueignen.

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Max Verstappen bedauert nicht, in der Kindheit manchmal hart rangenommen worden zu sein Zoom Download

Seinem Vater macht er wegen der manchmal etwas ruppigen Erziehungsmethoden aber keinen Vorwurf. Ganz im Gegenteil: "Ich musste halt auch ein bisschen gepusht werden, als ich ein Kind war. Das hat mein Papa definitiv gemacht. Und ich bin heute sehr froh drüber, denn das hat mich zu dem Fahrer gemacht, der ich heute bin", sagt Verstappen.

Der 27-Jährige erzählt in dem Interview auf dem offiziellen YouTube-Kanal der Formel 1 auch über unterschiedliche Mentalitäten zwischen ihm und seinem Vater. Während Max von sich selbst sagt, er sei eher der Typ, der nicht allzu weit in die Zukunft plane und die Dinge gern auf sich zukommen lasse, sei Jos im Kopf ganz anders gestrickt.

"Mein Papa konnte das nicht verstehen. Er fand, das sei keine vernünftige Einstellung. Aber ich sagte: 'So bin ich halt.' Ich lasse mich nicht stressen. Ich halte die Dinge gern einfach. Ich steige ins Go-Kart, klappe das Helmvisier runter. Das hilft mir dabei, mental gesund zu bleiben. Ich möchte mein Gehirn nicht damit strapazieren, wie ich gewisse Dinge vielleicht beeinflussen kann oder nicht."

Und er gesteht: "Ja, manchmal war ich ein bisschen faul. Aber dann hat mich mein Vater daran erinnert, was wir da vorhaben und wofür wir das alles tun. Ich bin sehr dankbar dafür, wie ich aufgewachsen bin und wie ich es letztendlich an die Spitze geschafft habe."

Verstappen vs. Norris: Macht die Härte den Unterschied?

Heute gilt Verstappen als einer der kompromisslostesten Rennfahrer, wenn es darum geht, seine Ziele auf der Rennstrecke zu erreichen. Fast alle Experten in der Formel 1 attestieren ihm einen echten Killerinstinkt. Das ist bei Verstappens großem Rivalen in der Fahrer-WM 2024, Lando Norris, anders.

Über den McLaren-Piloten sagt etwa der ehemalige Formel-1-Fahrer Marc Surer in einem Interview auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de: "Er ist vielleicht nicht brutal genug. Vor allem, wenn er gegen Max Verstappen fahren muss. Da hat er ein paar Mal den Kürzeren gezogen."


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"Aber er ist mutig. Er hat ja auch mehrmals versucht, Verstappen außenrum zu überholen. Das sind Dinge, wo ich sagen muss: Das braucht Mut. Den hatte er. Weich würde ich ihn nicht nennen, und sauschnell ist er ja. Aber er hat nicht die Härte, die ein Max Verstappen hat."

Norris hat 2024 seine ersten drei Grands Prix in der Formel 1 gewonnen. Für den WM-Titel hat es letztendlich aber nicht gereicht, obwohl McLaren zumindest phasenweise das wahrscheinlich schnellste Auto im Feld hatte.

Surer: McLaren hat 2024 einen großen Fehler gemacht

Doch laut Surer lag es nicht nur am Fahrer, dass Norris gegen Verstappen letztendlich keine Chance hatte: "Ich glaube, dass sie einen Riesenfehler gemacht haben, dass sie nicht gleich auf Norris gesetzt haben. Ich denke da an Ungarn. Wenn du einen hast, der theoretisch eine Chance hat, um die Weltmeisterschaft zu fahren, wenn der mit 20 Sekunden das Rennen anführt und sie dann Stallorder geben, auf den anderen zu warten ... Sorry, das war falsch vom Team."

Surer glaubt: "Wäre Norris näher dran gewesen, hätte man ihn besser unterstützt. Dann wäre vielleicht auch Max Verstappen nervöser geworden. Wir haben ja gesehen: Ein paar Mal ist er nervös geworden und hat sich hinreißen lassen zu Grauzonen bei Überholmanövern. Da hat man schon gespürt, die Nerven liegen auch bei ihm blank. Hätte das Team mehr gemacht für Norris, hätte sich das vielleicht zuspitzen können. Und dann hätte vielleicht auch Red Bull oder ein Max Verstappen mal Fehler gemacht."

Übrigens: Die Geschichte mit dem kleinen Max und der Tankstelle war eigentlich gar nicht so schlimm, wie sie manchmal erzählt wird. Denn Jos wusste damals genau, dass Max' Mutter Sophie ein paar Minuten später dort auftauchen und ihn abholen würde ...

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