• 13. März 2023 · 15:14 Uhr

Mercedes mit Fokus nach vorn: "Wir werden nicht in Panik verfallen"

"Bahrain hat wehgetan", schreibt Mercedes in einem Brief an seine Fans und demonstriert Einheit, statt nach Schuldigen im Team zu suchen

(Motorsport-Total.com) - Nach dem schlechten Start in die Formel-1-Saison, bei dem man sogar noch hinter Aston Martin zurückfiel, hat sich Mercedes in einem offenen Brief an seine Fans gewandt und darin beteuert, dass es keine "Schuldzuweisungen" geben wird.

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In Bahrain konnte Mercedes mit dem neuen W14 nicht um den Sieg kämpfen Zoom Download

"An alle unsere Fans", leitet das Team sein Schreiben an. "Bahrain hat weh getan. Es tat jedem von uns weh, die wir in jede Saison mit dem Ziel gehen, um Titel zu kämpfen."

"Es hat das Team als Ganzes verletzt, nachdem wir so viel harte Arbeit in ein Auto gesteckt haben, das unsere Erwartungen nicht erfüllt hat. Und wir wissen, dass es auch euch, unseren Fans, wehgetan hat. Eure Leidenschaft und Unterstützung sind so wichtig, um uns voranzutreiben - und wir empfinden denselben Schmerz."

"Die Situation, in der wir uns jetzt befinden, hat keiner von uns gewollt - aber sie ist die, die wir haben. Das ist die Realität", hält Mercedes fest. Und die einfachen Fragen lauten: Was können wir dagegen tun, und was werden wir dagegen tun?"

Teamchef Toto Wolff hat bereits davon gesprochen, dass Mercedes langfristig ein völlig neues Konzept für das Auto evaluieren muss, während man gleichzeitig darüber nachdenkt, welche Verbesserungen man in naher Zukunft finden kann.

Dabei wolle man vor allem eines nicht: Einzelne Personen für das, was schiefgelaufen ist, verantwortlich machen. "Wir werden nicht in Panik verfallen und keine Kurzschlussreaktionen zeigen. In einem so grellen Rampenlicht wie der Formel 1 sind die Leute schnell darin, mit dem Finger zu zeigen oder Sündenböcke zu suchen. Aber ihr wisst, dass wir besser sind als das", heißt es in dem Schreiben.

"Innerhalb des Teams sprechen wir über den Mut zum Scheitern, den Charakter, Verantwortung zu übernehmen, und die Stärke, Scheitern als Chance zu sehen. Wir haben offen und schonungslos ehrlich gesagt, wo wir uns befinden. Und wir arbeiten voll fokussiert und in aller Ruhe daran, uns wieder aufzurappeln."

Dabei konzentriere man sich darauf, was kurz-, mittel- und langfristig passieren muss, um auf die Siegerstraße zurückzukehren. Einige Entwicklungen seien für die nächsten Rennen bereits in der Pipeline. "Und es wird noch mehr kommen."

Auch wenn Mercedes in Bahrain nicht weit hinter Ferrari ins Ziel kam, fehlte auf Spitzenreiter Red Bull umso mehr. Über die Größe der Lücke, die es zu schließen gilt, ist sich das Team bewusst: "Wir kennen die Standards, die wir anstreben, und niemand zuckt zurück, wenn wir uns den Berg ansehen, den wir erklimmen müssen."

"Es wird nicht leicht sein - aber was nützt es, wenn etwas leicht ist? Dies sind die Zeiten, in denen der Charakter geformt wird; die Zeiten, in denen ein Team größer wird als die Summe seiner Teile, indem es schwierige Probleme angeht und sie bewältigt."

"Wir gehen gemeinsam durch dick und dünn - von Toto, Lewis und George bis hin zu jeder einzelnen Frau und jedem einzelnen Mann in den Fabriken in Brackley und Brixworth. Und wir lieben diese Herausforderung", beschwört Mercedes.

Den Brief in voller Länge gibt es hier.

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