• 17. November 2022 · 06:36 Uhr

Marc Surer über Mick Schumacher: "Er ist kein Überflieger"

Formel-1-Experte Marc Surer hält Mick Schumacher zwar nicht für einen Überflieger, glaubt aber, dass er im richtigen Umfeld sogar Weltmeister werden könnte

(Motorsport-Total.com) - Marc Surer glaubt, dass Mick Schumacher nach seinem Rauswurf beim Haas-Team versuchen muss, "unbedingt in der Formel 1 zu bleiben", und rät ihm, als "zweitbeste Lösung, sofort in eine Testfahrerposition zu kommen". Das sagt der Formel-1-Experte in einem aktuellen Video auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de.

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Marc Surer glaubt, dass Mick Schumacher sein Bestes in der Formel 1 noch nicht gezeigt hat Zoom Download

Als dritter Fahrer, zum Beispiel bei Mercedes, wo Schumacher nach der nicht erfolgten Vertragsverlängerung bei Haas gute Chancen eingeräumt werden, könne er "zumindest Simulatorarbeit" machen "und vielleicht ab und zu einen Reifentest fahren, damit er drinbleibt."

Denn: "Ein junger Fahrer muss fahren. Der kann nicht eine Pause machen wie ein Hülkenberg oder wie ein Alonso. Ein junger Fahrer muss fahren mit dem Auto. Es wäre ganz wichtig für ihn, dass er zumindest eine Testfahrerrolle bekommt."

Komplett aus der Formel 1 auszuscheiden, wäre für den weiteren Verlauf von Schumachers Karriere "ganz gefährlich", warnt Surer und rät daher auch von einem Vollzeitwechsel etwa in die Formel E oder die DTM ab: "Das kann er ja nebenher machen. Aber er muss den Fuß in der Formel 1 behalten. Unbedingt."

Mick Schumachers Onkel Ralf ist diesbezüglich optimistisch: "So jemand wie Mick, der zwei Jahre dabei ist, zwei Jahre gelernt hat, alle Strecken kennt, der wird sicherlich eine Möglichkeit finden", sagt er in einem Interview mit 'Sky' und ergänzt: "Es gibt noch das eine oder andere Team, das einen dritten Mann mit Erfahrung sucht. Toto Wolff hat ja schon Interesse geäußert."

Ralf Schumacher: Hat der Rauswurf auch was Gutes?

Die Trennung von Haas bedauert Ralf Schumacher zwar, weil sein Neffe damit erstmal keine Formel-1-Rennen mehr fahren kann. Andererseits könne man im Abschied auch insofern etwas Positives sehen, als der 'Sky'-Experte nie einen Hehl daraus gemacht hat, dass Günther Steiner in seinen Augen nicht der richtige Teamchef für einen jungen Fahrer wie Mick ist.

"Vielleicht ist es auch besser, dass man sich trennt", sagt er. Denn: "So offensiv, so kritisch geht man mit einem Mitarbeiter nicht um. Und dann ist es vielleicht ganz gut, dass es anders kommt, und meistens kommt es dann ja am Ende wieder besser. Von dem her alles ist für was gut im Leben."

Zumal Marc Surer überzeugt ist, dass "wir das Beste von Mick noch nicht gesehen" haben: "Er ist kein Überflieger, aber er ist ein guter Rennfahrer. Und gute Rennfahrer können auch Weltmeister werden", sagt er unter Verweis auf etwa Jenson Button (2009 auf Brawn).

"Wenn Mick mal im richtigen Auto sitzt und es für ihn läuft - das haben wir ja in der Formel 2 und in der Formel 3 gesehen -, dann kann er es auch umsetzen. Im Moment ist das Ganze einfach ein bisschen vermurkst."

Deutschland, findet Surer, "braucht einen Fahrer in der Formel 1. Deutschland braucht auch einen Namen. Und das ist bei Mick beides gegeben."

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