• 20. September 2022 · 14:00 Uhr

Williams 2023: Warten auf Sargeant - Schumacher nur mit Außenseiterchance?

Nyck de Vries ist Williams' bevorzugte Wahl für 2023, doch der Niederländer scheint bei AlphaTauri anzuheuern - Junior Logan Sargeant nun Favorit auf Latifi-Nachfolge?

(Motorsport-Total.com) - Williams will sich anscheinend darauf verlassen, dass Junior Logan Sargeant sich für eine Superlizenz qualifiziert, während die letzten Teile des Formel-1-Fahrermarktes für 2023 beginnen, sich zusammenfügen.

Logan Sargeant

Williams-Junior Logan Sargeant scheint nun Favorit auf das Cockpit von Latifi zu sein Zoom Download

Formel-2-Fahrer Sargeant und Williams-Reservepilot Nyck de Vries sind die beiden wichtigsten Namen, die mit dem derzeit von Nicholas Latifi besetzten Platz in Verbindung gebracht werden, noch bevor der Niederländer seinen Anspruch mit seiner hervorragenden Fahrt auf Platz neun bei seinem Debüt in Monza untermauerte.

De Vries hat sich dadurch jedoch auch anderweitig ins Gespräch gebracht. Ihm wurde ein Test im Alpine von 2021 angeboten, während er sich am vergangenen Freitag mit Helmut Marko von Red Bull in Graz traf, um möglicherweise für die nächste Saison bei AlphaTauri zu fahren, nachdem klar ist, dass Colton Herta keine Superlizenz erhalten wird.

Sargeant kämpft um seine Superlizenz

De Vries ist ein logischer Kandidat, denn der Platz soll an jemanden gehen, der eines Tages zu Red Bull Racing als Partner von Max Verstappen wechseln könnte. Es wird davon ausgegangen, dass ein Deal zwischen de Vries und Red Bull noch nicht abgeschlossen ist. Sollte er jedoch bestätigt werden, kann Pierre Gasly zu Alpine wechseln, so wie es der Plan war, als Herta von AlphaTauri in Betracht gezogen wurde.

Sollte de Vries zu AlphaTauri wechseln, wird sich Williams voll und ganz auf Sargeant konzentrieren, der ein starkes Rookie-Jahr in der Formel-2-Meisterschaft hinter sich hat und den FW44 bei seinem Heimrennen in Austin im ersten Training fahren soll.

Allerdings muss der Amerikaner das Finale in Abu Dhabi im November als Fünfter oder besser in der Meisterschaftswertung abschließen, um eine FIA-Superlizenz zu erhalten, mit der er im nächsten Jahr fahren darf.

Derzeit liegt er mit 135 Punkten auf dem dritten Platz, aber er ist alles andere als sicher und kann in der Rangliste nach unten rutschen, wenn er in Abu Dhabi Pech hat. Jack Doohan, Jehan Daruvala und Enzo Fittipaldi haben alle 126 Punkte, während Liam Lawson 117, Frederik Vesti 114 und Juri Vips 110 Zähler vorweisen und Sargeant in der Theorie nach unten verdrängen könnten.

Hat Mick Schumacher bei Williams eine Chance?

Sollte Sargeant die erforderlichen Lizenzpunkte nicht erreichen, muss sich Williams anderweitig umsehen. Antonio Giovinazzi, der wie de Vries den 2021er-Alpine testen soll und auch mit Mick Schumachers Haas-Sitz in Verbindung gebracht wird, soll ganz oben auf der Liste stehen, während Schumacher selbst nicht ausgeschlossen werden kann. Jack Aitken, der beim Großen Preis von Sachir 2020 für George Russell einsprang, ist ebenfalls verfügbar.


Nach Debüt in Monza: De Vries rein, Latifi raus?

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Nach Debüt in Monza: De Vries rein, Latifi raus?

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Eine weitere Option ist, dass Williams und Alpine das Leihgeschäft, das für Oscar Piastri geplant war, wieder aufleben lassen könnten, wobei der Enstone-Schützling Doohan den Seitenwechsel vollziehen würde.

Teamchef Jost Capito stellte am vergangenen Wochenende in Monza klar, dass Williams offen für die Verpflichtung eines Rookies ist: "Es gibt eine gute Auswahl an Fahrern", sagte er. "Es ist eine gute Auswahl an jungen Fahrern, aber es gibt auch einige erfahrene Fahrer. Ich denke also, es sind ganz unterschiedliche Philosophien, unterschiedliche Strategien."

Williams-Teamchef Capito traut Sargeant Formel 1 zu

"Und in der Situation des Teams können wir mit verschiedenen Strategien arbeiten. Wir sind nicht so sehr an der Spitze, dass wir zwei sehr erfahrene Fahrer brauchen, also können wir ein wenig experimentieren und junge Fahrer einsetzen. Wir werden also sehen, was sich als das Beste herausstellt."

Auf die Frage, ob er glaube, dass Sargeant bereit sei, den Schritt in die Formel 1 zu machen, sagte er: "Ich denke, er ist bereit. Ja, er braucht ein paar Punkte. Natürlich hilft es nichts, wenn er die Punkte nicht bekommt. Aber ja, ich bin zuversichtlich, dass er bereit ist, egal ob er die Punkte bekommt oder nicht."

Einen Amerikaner in die Startaufstellung zu bringen, wäre ein großer PR-Schub für Williams, vor allem nach der Herta-Saga. Capito bestritt jedoch, dass dies eine große Motivation für das Team sei: "Wir würden ihn nicht deswegen nehmen. Entweder wir denken, dass er bereit und fähig ist, oder nicht. Er könnte auch noch ein weiteres Jahr Formel 2 fahren, oder was auch immer."

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