• 16. September 2022 · 10:45 Uhr

"Geschichte ist nicht genug": Domenicali nimmt Monza in die Pflicht

Besucher berichten von einer schlechten Organisation am Wochenende in Monza - Für die Streckenbetreiber kommt diese Kritik zu einem ungünstigen Zeitpunkt

(Motorsport-Total.com) - Rein zahlenmäßig war das Formel-1-Rennen in Monza 2022 für die Organisatoren mit 336.000 Zuschauern von Freitag bis Sonntag ein voller Erfolg. Viele Fans waren von ihrem Besuch im Autodromo Nazionale Monza allerdings nicht so angetan.

Fans beim Formel-1-Rennen in Monza 2022

Die Fans hatten in Monza am Wochenende nicht nur positive Erlebnisse Zoom Download

So waren die Tribünen während der Rahmenrennen am Sonntagmorgen zum Beispiel weitestgehend leer, weil viele Fans entweder im Stau feststeckten oder auf einen Shuttle-Bus zur Strecke warten mussten.

In den sozialen Medien tauchten Bildern und Videos aus, die lange Schlangen vor den Toren der Rennstrecke zeigen. Die Aufnahmen lassen vermuten, dass die Organisatoren nicht auf den großen Andrang am Wochenende vorbereitet waren.

Darüber hinaus gab es Beschwerden über lange Schlangen an den Toiletten oder den Getränkeständen. Auf dem offiziellen Twitter-Kanal haben sich die Betreiber der Rennstrecke inzwischen für die "Unannehmlichkeiten" entschuldigt.

In dem Statement heißt es, alle Beteiligten hätten am vergangenen Wochenende "ihr Bestes gegeben", um ein Event auf die Beine zu stellen, "das alle bisherigen Besucherrekorde und alle Vorhersagen übertroffen hat."


Rennende hinter Safety-Car, muss das sein? Ja!

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Das Erlebnis der Fans an der Rennstrecke habe "Priorität", weshalb man gemeinsam mit seinen Partnern "untersuchen" werde, was schiefgelaufen sei. Man werde dann "konsequente Maßnahmen" ergreifen, "damit es in Zukunft nicht noch einmal passiert."

Für Monza kommen die Beschwerden der Fans zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Denn bereits zuvor hatte Stefano Domenicali die Streckenbetreiber in die Pflicht genommen, und endlich die schon lange angekündigte Modernisierung der Anlage gefordert.

"Der Grand Prix verdient es, im Kalender zu stehen", betonte der Formel-1-Boss gegenüber italienischen Medien, stellte allerdings auch klar: "Geschichte ist heute nicht mehr genug, um sich einen Platz in der Formel-1-Weltmeisterschaft zu sichern."

Domenicali fordert eine "Modernisierung" der Strecke und eine Verbesserung der Infrastruktur "für die Teams und die Öffentlichkeit." Er betont, es gebe bereits "definierte Projekte, die [jetzt] ausgeführt werden müssen."

Tatsächlich hat Monza bereits vor Jahren angekündigt, in vielen Bereichen nachzubessern. Doch durch die Corona-Pandemie verzögerten sich die Arbeiten. "Es gibt keine Zeit mehr", spricht Domenicali nun allerdings ein Machtwort.

Er persönlich hoffe zwar, dass Monza im Kalender bleiben werde. "Aber [...] jetzt brauchen wir Fakten", stellt er unmissverständlich klar und betont: "Das weiß der Promoter auch." Der aktuelle Monza-Vertrag läuft noch bis einschließlich 2025.

Die Zukunft darüber hinaus ist aktuell offen.

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