• 09. Juni 2022 · 18:04 Uhr

AlphaTauri-Fahrer 2023: Tsunoda & Gasly laut Helmut Marko "gesetzt"

Yuki Tsunoda hält sich für besser als die Red-Bull-Junioren in der Formel 2 und kann laut Helmut Marko damit rechnen, auch 2023 Formel 1 zu fahren

(Motorsport-Total.com) - Yuki Tsunoda führt, das wird von vielen Beobachtern übersehen, nach sieben von 22 Rennwochenenden der Formel-1-Saison 2022 das teaminterne Duell bei AlphaTauri mit 11:6 Punkten gegen Pierre Gasly an. Und auch im Qualifyingduell steht der 22 Jahre junge Japaner mit einem recht ausgeglichenen 3:4 zumindest nicht auf verlorenem Posten.

Yuki Tsunoda, Helmut Marko

Yuki Tsunoda und Helmut Marko: Gespräch auf dem Grid in Monaco 2022 Zoom Download

"Meine Leistungen sind definitiv besser als letztes Jahr, und konstanter", freut sich Tsunoda. "Wenn ich die Form, die ich jetzt habe, letztes Jahr schon gehabt hätte, wären ganz andere Ergebnisse möglich gewesen. Aber diese Erfahrung, dass es nicht immer rund gelaufen ist, macht mich nur stärker. Ich bin im Moment sehr zufrieden."

Eine Einschätzung, die er keineswegs exklusiv vertritt. Auch den Chefs bei AlphaTauri in Faenza und bei Red Bull in Graz ist aufgefallen, dass sich Tsunoda deutlich gesteigert hat. Helmut Marko macht in Bezug auf die AlphaTauri-Fahrer 2023 in einem Interview auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de eine klare Ansage: "Es ist davon auszugehen, dass die jetzigen Fahrer gesetzt sind."

Keine Chance für Junioren in der Formel 2

Das heißt: Gasly, der bis Ende 2023 Vertrag hat, soll gehalten werden. Tsunodas Vertrag verlängert. Und die vielversprechenden Red-Bull-Junioren Jehan Daruvala (derzeit 3. in der Formel 2), Jüri Vips (5.) und Liam Lawson (8.) "müssen alle noch ein Jahr warten". Denn auch im A-Team Red Bull sind Max Verstappen und Sergio Perez bereits fix.


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Für Außenstehende war ein Tsunoda-Wechsel zu Red Bull Racing für die Saison 2023 nie ernsthaft ein Thema. Tsunoda hatte damit aber spekuliert: "Natürlich macht es mich nicht glücklich, dass der Vertrag von 'Checo' verlängert wurde. Wenn zwei Teams so eng zusammenarbeiten wie Red Bull und AlphaTauri, dann hoffst du als Fahrer klarerweise auf so ein Cockpit."

Tsunoda fühlt sich bei AlphaTauri wohl

Aber: "Ich bin bei AlphaTauri sehr glücklich, komme gut mit den Leuten hier aus. Wir arbeiten super zusammen. Ich komme mit der Kommunikation mit dem Team immer besser klar, und sie sind sehr freundlich zu mir. Wir ziehen alle an einem Strang und entwickeln das Auto weiter. So gesehen habe ich über Red Bull nicht ernsthaft nachgedacht."

Gedanken darüber, dass ihm einer der Red-Bull-Junioren 2023 den Platz bei AlphaTauri streitig machen könnte, macht sich Tsunoda nicht: "Von da gibt es ehrlich gesagt nicht viel Druck, glaube ich. Ich finde, dass ich sehr gute Leistungen gebracht habe, wenn ich mich mit manchen Formel-2-Fahrern im derzeitigen Feld vergleiche", sagt er selbstbewusst.

Dass Tsunoda manchmal nahezu arrogant rüberkommt, das mag auch an der Sprachbarriere liegen. Grundsätzlich kennt er den Arbeitsauftrag, den ihm Marko erteilt hat, um sein Cockpit zu behalten, genau: "Ich habe in Bezug auf 2023 noch nicht viel gehört. Also konzentriere ich mich auf das, was zu tun ist, nämlich so oft wie möglich Punkte holen."

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