• 06. Juni 2021 · 13:41 Uhr

Langjähriger McLaren-Teilhaber Mansour Ojjeh verstorben

Er verhalf Williams und McLaren in der Formel 1 zu spektakulären Erfolgen: Mansour Ojjeh ist im Alter von 68 Jahren in seiner Heimat in der Schweiz verstorben

(Motorsport-Total.com) - Mansour Ojjeh ist tot. Der Formel-1-Geschäftsmann mit saudi-arabischen Wurzeln ist im Alter von 68 Jahren in seiner Heimat Genf in der Schweiz gestorben. Das hat McLaren vor dem Aserbaidschan-Grand-Prix 2021 in Baku bekanntgegeben.

McLaren-Teilhaber Mansour Ojjeh

Der langjährige McLaren-Teilhaber Mansour Ojjeh ist verstorben Zoom Download

Ojjeh hatte sich in der Formel 1 aber nicht nur um McLaren verdient gemacht. Denn zunächst war er mit der Investment-Firma seines Vaters an anderer Stelle als Sponsor aufgetreten: Ab 1979 prangten die Logos von Techniques d'Avant Garde (TAG) auf den Fahrzeugen von Williams.

Auch dank der TAG-Gelder gelang Williams ein rasanter Aufstieg: 1979 erzielte das Privatteam den ersten Sieg in der Formel 1, 1980 gewann es mit Alan Jones erstmals den WM-Titel in der Fahrerwertung.

Ron Dennis wirbt TAG von Williams ab

Ende 1981 aber warb Ron Dennis den Sponsor für sein McLaren-Team ab: Ojjeh und TAG wechselten daraufhin den Rennstall und Techniques d'Avant Garde finanzierte die neuen Porsche-Turbomotoren, mit denen McLaren zur Mitte der 1980er-Jahre von Erfolg zu Erfolg fuhr - unter anderem mit Niki Lauda und mit dem markanten TAG-Branding.


Fotostrecke: Alle Formel-1-Autos von McLaren seit 1966

1984 stieg Ojjeh schließlich als Teilhaber bei McLaren ein und trug mit TAG dazu bei, dass der Formel-1-Rennstall in den Automobil-Bereich expandierte und exklusive Straßenwagen auf den Markt brachte. Und auch nach dem Abgang von Dennis bei McLaren blieb Ojjeh der Marke verbunden, wenngleich seine Anteile am Team über die Jahre geringer wurden.

2020 übergab Ojjeh seinen Platz im McLaren-Vorstand an seinen Sohn Sultan, blieb der Formel 1 aber weiterhin verbunden. Schon 2017 hatte er in einem 'Autosport'-Interview bekannt: "Ich mag die Menschen. Einige davon kenne ich schon sehr lange. Ich bin auch gerne in den Boxen. Und natürlich habe ich Freude daran, wenn wir gut abschneiden."

Tod ein "Riesenschock" für McLaren

Sein plötzlicher Tod sei ein "Riesenschock fürs Team", meint McLaren-Teamchef Andreas Seidl bei 'Sky'. "Man war nicht nur Anteilseigner, sondern auch ein Freund. Er war Racer, und wir werden ihn sehr vermissen."

McLaren tritt in Baku mit Trauerflor an.

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