• 25. März 2021 · 15:35 Uhr

Mick Schumacher bereit für Debüt: "Vorfreude überschattet Nervosität"

Mick Schumacher steht vor seinem Debüt in der Formel 1 und blickt gespannt auf das Wochenende - Die eigene Lernkurve steht im Vordergrund

(Motorsport-Total.com) - Exakt 3044 Tage nach dem letzten Rennen von Michael Schumacher beim Brasilien-GP 2012 bestreitet sein Sohn Mick am Freitag seinen ersten Einsatz an einem Formel-1-Wochenende. Der 22-Jährige geht mit großer Vorfreude ans Werk, wie er in seiner Medienrunde am Donnerstag deutlich machte.

Mick Schumacher

Mick Schumacher gibt am Wochenende sein Debüt in der Formel 1 Zoom Download

"Ich fühle mich vollkommen bereit und freue mich, dass es losgeht", sagt Schumacher vor dem Saisonstart in Bahrain. Bei den Testfahrten vor zwei Wochen an gleicher Stelle bekam er bereits ein erstes Gefühl dafür, Teil der Königsklasse zu sein. Was er in der Vorbereitung gerne noch gemacht hätte? "Mehr fahren, aber leider geht das nicht", scherzt er.

Gemeinsam mit seinem letztjährigen Formel-2-Rivalen Nikita Masepin bildet er in diesem Jahr das Fahrerduo beim Haas-Rennstall, das Teamduell stehe aber nicht im Vordergrund. "Es geht natürlich darum, das Maximale zu lernen. Es geht auch darum, mit meinem Teamkollegen zusammenzuarbeiten", sagt Schumacher. (ANZEIGE: Hol dir die komplette Formel 1 und den besten Live-Sport mit Sky Q oder streame flexibel mit Sky Ticket. Ganz ohne Receiver.)

Schumacher: Vorfreude statt Nervosität

Herausragende Ergebnisse sind im unterlegenen US-Renner wohl nicht zu erwarten. Teamchef Günther Steiner fordert, dass beide Fahrer sich respektieren, wenngleich er in einem exklusiven Video-Interview auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de erklärte, dass Schumacher und Masepin "nicht die größten Freunde" sind.

Im Mittelpunkt steht für den Neuling mit dem prominenten Nachnamen ohnehin aber zunächst die eigene Leistung. Die Grundlagen sieht er gelegt. "Natürlich glaube ich, dass ich alle Boxen getickt habe und fühle mich so wohl, wie ich mich wohlfühlen kann. Die Vorfreude überschattet alle Nervosität, die da sein könnte", sagt er.

Etwas schade findet er jedoch die Tatsache, dass der Saisonauftakt nicht in Australien stattfinden kann. "Ich habe mich schon auf Melbourne gefreut. Ich bin noch nie auf dieser Strecke gefahren, aber habe natürlich Runden im Simulator absolviert", sagt er. Bahrain sei jedoch ein würdiger Ersatz - auch aus historischer Sicht. "Natürlich, als mein Vater hier 2004 das erste Rennen überhaupt gewonnen hat, das war schon schön", erinnert er sich.

Schumachers Ziel: Keine Fragezeichen haben

Ob Melbourne, Bahrain oder wo auch immer - der Arbeitsplan für Schumacher ist klar definiert. "Es gibt natürlich viele verschiedene Punkte, die ich abarbeiten möchte. Wie funktioniert so ein ganzes Wochenende", erklärt er. Der große Unterschied zur Formel 2? "Wir haben mehr Sessions, die sich zu einem Wochenende aufbauen. Wir müssen hier frühzeitig alles abarbeiten, damit wir im dritten Training keine Fragezeichen mehr haben."

Ein Vorteil könnte in seinem Lehrjahr auch die Tatsache sein, in Steiner einen deutschsprachigen Teamchef zu haben. Ob Englisch oder Deutsch spielt für Schumacher nach eigener Aussage aber nicht die große Rolle.


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"Im Endeffekt sind Englisch und Deutsch so Alltag für mich, dass ich mich in beiden Sprachen sehr wohlfühle. Klar ist es schön, mit Günther Deutsch zu reden, aber natürlich sprechen wir einen Großteil des Tages im Englischen", erklärt Schumacher.

Schumacher blockt Nachfrage zu Vater Michael ab

Gefragt wurde Mick auch, wie sein Vater darauf reagiert habe, dass sein Sohn nun in seine Fußstapfen tritt. Diese Nachfrage blockte er mit dem Verweis auf seine Privatsphäre ab. Ohnehin sei niemand aus der Familie an der Rennstrecke. "Ich bin hier alleine, habe aber natürlich meine Jungs um mich herum", sagt Schumacher.

In seinem Rookiejahr trifft Mick gleich auf mehrere Fahrer, gegen die auch sein Vater bereits gefahren ist, darunter auch Kimi Räikkönen und Fernando Alonso. Beide waren schon zu Schumachers Ferrari-Zeiten dessen Gegenspieler.

"Es ist ziemlich lustig, wenn man darüber nachdenkt, dass sie in zwei Generationen gefahren sind", sagt Schumacher junior. Besonders auf den Finnen freut er sich: "Ich kenne Kimi ziemlich gut, es ist immer schön, mit ihm zu reden und er gibt auch wertvolle Infos und Tipps."

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