• 15. März 2021 · 15:00 Uhr

George Russell: 2021 keine Chance als Mercedes-Ersatzfahrer?

In Bahrain konnte George Russell als Ersatz von Lewis Hamilton brillieren, doch ein weiterer Mercedes-Einsatz rückt 2021 in weite Ferne

(Motorsport-Total.com) - Als Ersatzfahrer beim Formel-1-Rennen in Sachir konnte George Russell auf sich aufmerksam machen. Der Brite durfte Landsmann Lewis Hamilton aufgrund dessen COVID-19-Erkrankung bei Mercedes ersetzen und erhielt nach seiner Leistung viel Lob. Ob er im Ernstfall auch 2021 wieder einspringen dürfte, ist aber ungewiss.

George Russell

George Russell könnte drei Konkurrenten um einen Mercedes-Einsatz haben Zoom Download

Denn mit den beiden Formel-E-Piloten Stoffel Vandoorne und Nyck de Vries (der in dieser Rolle Esteban Gutierrez ersetzt) besitzt Mercedes gleich zwei offizielle Ersatzpiloten, die in einem solchen Fall einspringen sollten.

Vandoorne wurde allerdings auch 2020 gleich mehrfach übergangen, als er für Mercedes oder Racing Point hätte einspringen können. Zudem fehlt das Duo aufgrund von Terminüberschneidungen bei mindestens drei Grands Prix.

Doch womöglich könnte der Rennstall dann auf einen anderen Fahrer zurückgreifen: Nico Hülkenberg. "Es wäre gut, ihn im Aufgebot zu haben", bestätigt Teamchef Toto Wolff Gespräche mit dem Deutschen. Zur Unterschrift kam es bislang jedoch nicht.


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Eine Verpflichtung Hülkenbergs würde die Chancen von Russell natürlich weiter schmälern, doch der gibt sich bei diesem Thema gelassen. Offiziell sei noch nichts entschieden, und auch im Vorjahr fiel die Entscheidung auf ihn erst relativ spät.

Dass Mercedes nach Ersatzfahrern sucht, ist für ihn absolut logisch: "Sie müssen vorbereitet sein, weil solche Dinge Freitag- oder Samstagnacht passieren können", sagt er und will sich darüber nicht den Kopf zerbrechen. "Wir werden es sehen, wenn es soweit ist", so der Williams-Pilot.

An seinen Einsatz in Sachir denkt Russell trotz des enttäuschenden Endes aber gerne zurück: "Ich habe viele Dinge aus dieser Erfahrung mitgenommen", betont er. Denn obwohl Rang zwölf bislang für ihn das Höchste der Gefühle war, sei er damals über Startplatz zwei enttäuscht gewesen.

"Nur weil du plötzlich vorne im Grid bist, ändert es nichts an der Befriedigung, wenn du alles aus deinem Auto holen kannst", sagt Russell. "Ich hatte ein paar harte Tage, habe das aber hinter mir gelassen. Ich habe daraus gelernt. Ich war Mercedes und Williams sehr dankbar, dass sie mir diese Chance gegeben haben."

Im Nachhinein betrachtet wertet er das Rennen trotz Platz neun als persönlichen Sieg. Das lässt ihn auch gestärkt in seine dritte Saison mit Williams gehen: "Ich gehe mit einem gestärkten Selbstvertrauen in die neue Saison. Das ist toll für mich und das Team."

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