• 22. September 2020 · 14:51 Uhr

Budgetgrenze: Ausnahmeregel für die drei großen Teams

Ferrari hat um Aufschub bei der Reduzierung der Mitarbeiter gebeten, weil man nicht einfach Angestellte entlassen möchte - Große Teams bekommen sechs Monate Zeit

(Motorsport-Total.com) - Die neue Budgetgrenze in der Formel 1 trifft vor allem die drei großen Teams Ferrari, Mercedes und Red Bull hart. Um unter der anvisieren Grenze von 145 Millionen Dollar zu bleiben, müssen sie vor allem beim Personal große Abstriche machen. Doch um die Mitarbeiter richtig auf andere Bereiche verteilen zu können, haben die Topteams noch einmal einen Aufschub bekommen.

Christian Horner

Teams wie Ferrari und Red Bull bekommen für den Personalabbau Zeit Zoom Download

Bis Juni 2021 müssen die Teams ihre Mitarbeiter reduziert haben - und damit sechs Monate später als ursprünglich geplant. Der Vorschlag ging von Ferrari aus, die in Zeiten der Coronakrise nicht einfach zahlreiche Mitarbeiter vor die Tür setzen wollten. "Wir wollten Zeit bekommen, um Leute in andere Positionen innerhalb unseres Unternehmens zu verschieben", sagt Teamchef Mattia Binotto.

"Sie haben uns sechs Monate Zeit gegeben. Wir hatten eigentlich ein bisschen mehr verlangt, aber das war der Kompromiss", sagt der Teamchef, der rund 1.000 Mitarbeiter unter sich weiß - plus 500 in der Motorenabteilung.

"Der Mechanismus wurde vor allem für Ferrari und ihre Anstellungsgesetze eingeführt", bestätigt auch Red-Bull-Teamchef Christian Horner. Auch sein Rennstall muss Mitarbeiter auf andere Projekte verteilen, das scheint aber kein Problem zu sein. Möglichkeiten bei Projekten mit externen Partnern gibt es zur Genüge.

Somit besitzen die Topteams im Grunde genommen zu Beginn der Budgetgrenze noch einen Vorteil gegenüber den anderen Teams. "Das ist schon ein kleiner Vorteil", muss AlphaTauri-Teamchef Franz Tost eingestehen, findet das aber auch in Ordnung. "Wir dürfen nicht vergessen, dass die drei Topteams eine fantastische Infrastruktur aufgebaut haben und jetzt viele Prozesse ändern müssen."


Die Preisgeldverteilung in der Formel 1

Unser Video zeigt auf, wie unfair die Preisgeldverteilung in der Formel 1 aufgestellt ist! Weitere Formel-1-Videos

"Daher ist es ein sehr fairer Kompromiss", sagt Tost. So sieht es auch Alfa-Romeo-Teamchef Frederic Vasseur, der die Topteams ohnehin am größten betroffen sieht. "Wir dürfen uns nicht nur auf die ersten sechs Monate fokussieren, denn die Regeln werden mindestens fünf Jahre da sein", sagt er. "Es wäre ein Fehler, nur darauf zu schauen, was im Januar oder Februar passieren wird."

Und auch McLaren-Geschäftsführer Zak Brown sieht kein Problem: "Wir sind mit dem Finanziellen Reglement und auch dieser weichen Landung zufrieden", sagt er und glaubt, dass es nicht nur Ferrari, Mercedes und Red Bull betrifft. "Auch wir fahren über der Budgetgrenze, und ich schätze, dass es auch Renault so geht."

Aktuelles Top-Video

Nico Rosberg erklärt die Strecke in Bahrain
Nico Rosberg erklärt die Strecke in Bahrain

Nico Rosberg hat in Bahrain einige seiner besten Rennen absolviert, jetzt...

Fotos & Fotostrecken

Grand Prix von Bahrain
Grand Prix von Bahrain
Freitag
Grand Prix von Bahrain
Grand Prix von Bahrain
Technik

Formel-1-Technik: Detailfotos beim Bahrain-Grand-Prix in Sachir
Formel-1-Technik: Detailfotos beim Bahrain-Grand-Prix in Sachir

Grand Prix von Bahrain
Grand Prix von Bahrain
Pre-Events

Fotobeweise: Wie die F1-Aerodynamik funktioniert
Fotobeweise: Wie die F1-Aerodynamik funktioniert
ANZEIGE
Formel1.de auf YouTube
ANZEIGE

Formel-1-Quiz

Welchen Titel erbte Johnny Dumfries nach dem Tod seines Vaters im Jahr 1993?

Top-Motorsport-News

Entdeckung der Saison? Habsburg: "Bin einfach nur dankbar"
DTM - Entdeckung der Saison? Habsburg: "Bin einfach nur dankbar"

Oreca lässt durchblicken: LMDh-Interesse durch Corona noch gestiegen
WEC - Oreca lässt durchblicken: LMDh-Interesse durch Corona noch gestiegen

Um den Ford-Traum zu verwirklichen: Als Colin McRae Subaru verließ
WRC - Um den Ford-Traum zu verwirklichen: Als Colin McRae Subaru verließ

Cal Crutchlow: Es gab kein Angebot von Honda, eventuell Rolle als Ersatzfahrer
MotoGP - Cal Crutchlow: Es gab kein Angebot von Honda, eventuell Rolle als Ersatzfahrer
Tickets
Formel 1 App

Folge Formel1.de