• 30. Juli 2020 · 11:55 Uhr

RB16 zu nervös: Hat sich Red Bull vertan?

Red Bull wollte mit Max Verstappen 2020 Weltmeister werden, doch das Auto macht den Fahrern Probleme und ist zu langsam

(Motorsport-Total.com) - Bei den Wintertestfahrten in Barcelona herrschte bei Red Bull noch echter Optimismus. Man wollte Max Verstappen zum jüngsten Weltmeister aller Zeiten machen, doch nach drei Rennen muss man einsehen, dass dieses Unterfangen schwierig werden dürfte. 30 Punkte Rückstand hat der Niederländer bereits auf Spitzenreiter Lewis Hamilton.

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Updates - unter anderem am Unterboden - sollten Red Bull in die Spur bringen Zoom Download

Der Ausfall auf Platz zwei liegend beim Auftakt in Spielberg hat wehgetan, doch ebenfalls schmerzhaft war die Erkenntnis, dass man selbst in Ungarn meilenweit weg von Mercedes liegt. Auch wenn Verstappen am Ende einen starken zweiten Platz holen konnte, lagen Performance und Anspruch weit entfernt.

Vor allem Alexander Albon scheint mit dem schwierig zu fahrenden RB16 seine Probleme zu haben. Das Auto scheint ein Ritt auf der Rasierklinge zu sein, wie einige Dreher zeigen. Bei den Testfahrten hat man das noch damit abgetan, dass die Fahrer die Grenzen des Fahrzeugs ausloten, doch die Nervosität hat sich auch an den drei Rennwochenenden gezeigt.

Zudem war das Auto in Budapest langsamer als sein Vorgänger. Hat sich Red Bull beim Konzept des RB16 vertan? In der Fotostrecke schauen wir uns die Veränderungen an.


Fotostrecke: Formel-1-Technik: Der knifflige Red Bull RB16

Silverstone könnte die Probleme mit der Aerodynamik und dem Chassis dank der schnellen Kurven etwas kaschieren, allerdings gilt Mercedes dank der Geschwindigkeit auf den Geraden als haushoher Favorit.

Martin Brundle glaubt, dass Max Verstappen aufgrund der aktuellen Situation "sehr frustriert" sein könnte. Der Niederländer hat sein Vertrauen langfristig in Red Bull gesetzt, doch es sieht wieder nicht danach aus, als könnte man zu einem ernsthaften WM-Herausforderer werden.

Brundle ist sich sicher, dass Verstappen die gute Arbeit im Bereich der Boxenstopps und bei den Problemen vor dem Ungarn-Rennen zu schätzen weiß, "aber er muss sich umschauen und sich fragen: 'Wie gewinne ich eine Weltmeisterschaft?'" Das wird 2020 nur bei Mercedes sein, glaubt er.

Denn Red Bull habe zwar alle Zutaten für den Erfolg, normalerweise kommt aber erst gegen Saisonmitte etwas Gutes heraus. "Diese Möglichkeit haben sie nicht", weiß der Brite, dass es dank der Umstände 2020 schwierig werden dürfte, Mercedes zu besiegen. Und weil der Freeze kommt auch für 2021.

"Ich denke, ihr Chassis ist stark genug und Honda sieht auch stark genug aus", so der Ex-Pilot. "Sie werden das Auto in den Griff bekommen. Die Frage ist nur wann."

Martin Brundle ist ehemaliger Formel-1-Fahrer. In 158 Grands Prix für Teams wie (unter anderem) Williams, Benetton und McLaren stand er neunmal auf dem Podium. Heute ist er TV-Experte für den britischen Pay-TV-Sender Sky. Der überträgt alle Rennen der Formel 1 2020 live und UK-exklusiv auf Sky Sports F1 und NOW TV.

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