• 15. Juli 2020 · 09:34 Uhr

Mattia Binotto: "Hoffe, dass nicht nur Ferrari Kompromisse akzeptiert"

"Meine Hoffnung ist, dass nicht nur Ferrari Kompromisse akzeptiert", sagt Ferrari-Teamchef Mattia Binotto - und meint damit ganz offensichtlich Mercedes ...

(Motorsport-Total.com) - Die Atmosphäre zwischen Ferrari und Mercedes war schon mal besser. In der Pressekonferenz am Freitag vor dem Grand Prix von Österreich konnte sich Mattia Binotto einen Seitenhieb gegen seine deutsch-britischen Kollegen nicht verkneifen.

Mattia Binotto, Toto Wolff

Mattia Binotto stichelt gegen das Mercedes-Team von Toto Wolff Zoom Download

Der Ferrari-Teamchef wurde darauf angesprochen, dass Ferrari mit dem SF1000 offensichtlich nicht der ganz große Wurf gelungen ist, man sich aber in der verzwickten Situation befindet, dass für 2021 keine komplett neuen Autos entwickelt werden dürfen. Darauf haben sich die Entscheidungsträger in der Formel 1 geeinigt, um vor dem Hintergrund der Coronakrise die Kosten im Rahmen zu halten.

Ferrari hätte dagegen sein Veto einlegen können, tat dies aber nicht - obwohl das möglicherweise bedeutet, dass man mit 2020 und 2021 gleich zwei Saisons verlieren könnte.

Die Entscheidung mitzutragen, sei daher "nicht einfach zu akzeptieren" gewesen, aber Ferrari sei mit dem Thema "sehr verantwortungsbewusst" umgegangen, "weil es wichtig für den Sport" ist. "Besonders für die kleinen Teams", unterstreicht Binotto. Und: "Ich glaube, dass sich Ferrari für den Sport sehr verantwortungsbewusst verhalten hat."

Umgekehrt hat Mercedes die Entscheidung blockiert, beim zweiten Saisonrennen, dem Grand Prix der Steiermark, ein neues Format mit einem Qualifying-Rennen und einem Hauptrennen mit gestürzter Startaufstellung auszuprobieren. Eine Tatsache, gegen die sich Binotto einen Seitenhieb nicht verkneifen kann.

"Meine Hoffnung ist, dass nicht nur Ferrari Kompromisse akzeptiert", sagt er. "Ich war enttäuscht darüber, dass das Sprintrennen-Format durch ein einzelnes Team zurückgewiesen wurde. Denn ich bin davon überzeugt: Wenn jeder nur auf seinen eigenen Vorteil schaut, dann wären viele Entscheidungen nicht möglich gewesen, die wir während des Shutdowns getroffen haben."

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