• 29. Juni 2020 · 08:51 Uhr

Helmut Marko vor Formel-1-Auftakt: "Sehe Lewis Hamilton als Favorit"

Red Bull möchte 2020 nach dem WM-Titel greifen - Vor dem Saisonauftakt in Spielberg stellt Helmut Marko allerdings klar, dass man auch in diesem Jahr nicht Favorit sei

(Motorsport-Total.com) - Vor der Formel-1-Saison 2020 gelten Lewis Hamilton und Mercedes für die meisten als WM-Favoriten - verständlicherweise. Schließlich gewannen die Silberpfeile seit 2014 sechsmal in Folge beide Weltmeisterschaften. Red Bull möchte diese Serie 2020 beenden, doch auch Helmut Marko glaubt, dass sich an der Favoritenrolle zunächst nichts ändern wird.

Lewis Hamilton

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Gegenüber der 'Wirtschaftskammer Österreich' erklärt er: "Ich sehe Lewis Hamilton als Favorit, der auf den siebten Titel aus ist. Wir wollen die erste Meisterschaft für Verstappen - das ist jetzt Geschmackssache, was mehr Druck erzeugt." 2020 ist für den 22-jährigen Verstappen die letzte Möglichkeit, jüngster Weltmeister aller Zeiten zu werden.

"Wir stehen vor einer skurrilen Situation, niemand kann jetzt die genaue Anzahl der Rennen vorhersagen", erinnert Marko und erklärt: "Daher musst du von Anfang an vorne dabei sein, es aggressiv angehen, aber Ausfall darf man sich auch keinen leisten, falls tatsächlich nur acht Rennen stattfinden." Bislang sind lediglich acht WM-Läufe angekündigt.

Zudem wurde das Entwicklungsprogramm der Teams durch die Corona-Zwangspause ziemlich durcheinandergebracht. Denn eigentlich sollte Österreich bereits das elfte Saisonrennen sein - und nicht der Auftakt. "Das Auto in Spielberg wird nicht identisch mit dem sein, das in Melbourne gefahren wäre", verrät Marko gegenüber 'auto motor und sport'.

Upgrades kommen mehr oder weniger blind

"Wir haben das Upgrade ans Auto gebracht, das für das fünfte Rennen in Barcelona eingeplant war und noch ein zweites jetzt für Spielberg. Alles basierend auf CFD und Windkanal. Das ist ein gewisser Unsicherheitsfaktor. Du gehst auf die dritte Stufe ohne zu wissen, wie sich das erste und zweite Update in der Praxis angefühlt hätte", so Marko.


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"Wir hatten ja keine Möglichkeit, es zu erproben und müssen deshalb davon ausgehen, dass die Daten stimmen", erinnert er. Zwar hatte man in Silverstone zuletzt die Möglichkeit, den RB16 bereits vor dem Auftakt schon einmal auf die Strecke zu schicken. Allerdings handelte es sich dabei um einen sogenannten Filmtag mit einigen Einschränkungen.

So durfte Alexander Albon beispielsweise nicht mehr als 100 Kilometer fahren, zudem mussten Demoreifen von Pirelli verwendet werden. Hilfreich war dieser "Test" also vor allem in anderer Hinsicht. "Ich saß drei Monate lang nicht mehr in einem Formel-1-Auto, aber nach fünf oder sechs Runden war ich direkt wieder im Rhythmus", erklärt Albon.

Zufrieden mit Filmtag in Silverstone

"All die Arbeit im Fitnessstudio spielt eigentlich keine Rolle, bis man wieder auf die Strecke geht", so der 24-Jährige, der mit seiner Ausfahrt zufrieden war. "Mit den Jungs aus meiner Garage war ich seit Melbourne regelmäßig in Kontakt", verrät er. Daher habe er sich schnell wieder zurechtgefunden. Auch Teamchef Christian Horner ist zufrieden.


Red-Bull-Filmtag mit dem RB16 in Silverstone

Im Hinblick auf Albon, der 2019 seine erste Formel-1-Saison fuhr, erinnert er: "Er ist noch relativ unerfahren in der Formel 1. Deshalb kann er von diesem Tag und diesen 100 Kilometern, auch wenn es nur Showreifen waren, profitieren und es mit nach Österreich nehmen." Und auch für das gesamte Team war es ein wichtiger Test.

"Es war ein toller Probelauf für das Team, um sich an diese [neuen] Abläufe, die noch ein bisschen fremd sind, zu gewöhnen. Aber sie sind sehr wichtig", so Horner über die neuen Corona-Maßnahmen, die ab dem Saisonauftakt in Spielberg greifen. In Silverstone hatte man schon einmal die Möglichkeit, sich an diese zu gewöhnen.

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