• 11. Mai 2020 · 08:51 Uhr

Mario Andretti: Ferrari sollte in die IndyCar-Serie einsteigen

Laut Mario Andretti würde die IndyCar-Serie Ferrari mit offenen Armen empfangen - Der Ex-Weltmeister glaubt, dass man für die Scuderia sogar die Regeln ändern würde

(Motorsport-Total.com) - So richtig kann sich niemand vorstellen, dass Ferrari die Formel 1 in absehbarer Zeit verlassen wird. Trotzdem gibt es mittlerweile fast jährlich Ausstiegsdrohungen aus Maranello. Mal ist man bei der Scuderia mit dem Motorenreglement nicht zufrieden, mal ist es - wie aktuell - die Budgetobergrenze. Als Alternative zur Königsklasse wird dann gerne die IndyCar-Serie ins Spiel gebracht.

Charles Leclerc

Mario Andretti fuhr in der Formel 1 selbst einige Jahre für Ferrari Zoom Download

Mario Andretti kennt beide Seiten. Er wurde 1978 Formel-1-Weltmeister und gewann im Laufe seiner erfolgreichen Karriere vier IndyCar-Titel. Er würde sich darüber freuen, Ferrari in Amerika begrüßen zu dürfen. "Es wäre unglaublich, wenn Ferrari dabei wäre - nicht nur als Motorenhersteller sondern auch mit einem Chassis", erklärt er gegenüber der 'Gazzetta dello Sport'.

Der mittlerweile 80-Jährige glaubt, dass das Interesse an der US-Serie mit Ferrari noch einmal deutlich steigen würde. Allerdings müssten dort erst einmal die Regeln für einen Ferrari-Einstieg geändert werden. Denn aktuell wird mit Einheitschassis von Dallara gefahren. Andretti würde sich hier ein Duell der beiden italienischen Hersteller wünschen.


Fotostrecke: Alle Jahre wieder: Chronologie der F1-Ausstiegsdrohungen von Ferrari

"Ich schlage vor, dass [Mattia] Binotto [IndyCar-Besitzer] Roger Penske diese Idee einmal vorschlägt", so der ehemalige Indy-500-Sieger, der in der Formel 1 in den Jahren 1971, 1972 und 1982 unter anderem auch für Ferrari gefahren ist. Mit der Scuderia feierte er 1971 in Südafrika auch seinen ersten Sieg in der Königsklasse, den WM-Titel holte er allerdings 1978 mit Lotus.

Tatsächlich war Ferrari in den 80er-Jahren schon einmal kurz davor, den Sprung über den großen Teich zu wagen. Mit dem 637 gab es sogar bereits ein fertiges IndyCar. Bis heute ist nicht geklärt, ob die Scuderia damals ernsthafte Pläne verfolgte oder ob man den Boliden lediglich als Druckmittel verwendete, um damals seine Interessen in der Formel 1 durchzusetzen.

Und nach Informationen von 'Motorsport-Total.com' hatte der Fiat-Chrysler-Konzern sogar in jüngerer Vergangenheit Interesse an einem IndyCar-Einstieg. Allerdings wäre man nicht mit der Marke Ferrari sondern mit Alfa Romeo als dritter Motorenhersteller neben Honda und Chevrolet eingestiegen. Nach dem Tod von Fiat-Chrysler-Boss Sergio Marchionne wurde allerdings nicht daraus.

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