• 02. April 2020 · 14:14 Uhr

Bernie Ecclestone: Coronavirus größte Gefahr aller Zeiten für die Formel 1

Der ehemalige Formel-1-Chef Bernie Ecclestone glaubt: Der Weg zurück zur Normalität nach der Coronavirus-Krise wird äußerst schwierig

(Motorsport-Total.com) - Wie würde Bernie Ecclestone als Formel-1-Chef mit der Coronavirus-Krise umgehen? Diese Frage stellen sich Fans und Experten gleichermaßen. Eine Antwort darauf gibt es aber nicht, denn der 89-jährige Ecclestone steht bekanntlich schon seit 2017 nicht mehr am Ruder. Was aber denkt er wohl über die aktuelle Situation der Rennserie?

Foto zur News: Bernie Ecclestone: Coronavirus größte Gefahr aller Zeiten für die Formel 1

Bernie Ecclestone glaubt: Die Coronakrise ist die bisher größte Bewährungsprobe Zoom Download

Unsere Kollegen von der britischen 'Daily Mail' haben Ecclestone telefonisch erreicht, in Brasilien. Dort weilt der ehemalige Grand-Prix-Boss auf seiner eigenen Farm und wartet, bis wieder der Normalzustand hergestellt ist.

Doch Ecclestone schickt eine Warnung an die Formel 1 und deren Verantwortliche: Er, der die Rennserie von den 1970er-Jahren an maßgeblich gestaltet hat, glaubt, das Coronavirus ist die größte Bedrohung für die Formel 1 aller Zeiten.

Viele Hürden für das Comeback der Formel 1

Ecclestone erklärt seinen Standpunkt: "Selbst wenn die Pandemie [irgendwann] kein Problem mehr darstellen sollte, dann ist es für die Formel 1 noch immer nicht einfach, Rennen zu veranstalten."


5 F1-Rennen, die abgesagt werden mussten

Video wird geladen…

Die Rennabsagen der Formel-1-Saison 2020 sind nicht die ersten: In unserem Video nennen wir fünf weitere gestrichene Rennen! Weitere Formel-1-Videos

Die einzelnen Promoter etwa stünden vor der Frage, ob ihr Rennen überhaupt vor einem Publikum stattfinden darf oder nicht. Ein "Risiko", so Ecclestone, das es vorab abzuwägen gelte. "Und die Leute planen doch normalerweise, was sie tun. Man wacht nicht einfach auf und sagt [spontan], heute geht's nach Silverstone oder so."

Damit hörten die Probleme der Formel 1 aber nicht auf, meint Ecclestone weiter. "Du brauchst ja auch Teilnehmer. Und da fragt man sich: Gibt es die Teilnehmer noch? Und können sie antreten?"

Geht gerade kleinen Teams die Puste aus?

"Gerade kleinere Teams wie Williams haben Mitarbeiter und Rechnungen zu bezahlen. Bleibt das Einkommen aus dem Rennsport aus, wird es nicht einfach."

Red-Bull-Teamchef Christian Horner fühlt sich deshalb an die Finanzkrise 2008 erinnert und sagt im Gespräch mit 'BBC': "Diese Sache hier ist noch viel weitreichender."

Im Gegensatz zu Ecclestone zeigt sich Horner aber zuversichtlich: "Die Formel 1 wird das überleben. Sie ist ein starkes Business mit einer enormen Historie."

Horner: Wahres Ausmaß noch nicht bekannt

Ob nach der Coronavirus-Krise aber noch alle Rennställe dabei seien, das stehe auf einem anderen Blatt. "Es obliegt den Teamchefs, im besten Interesse des Sports und mit Blick auf alle Teilhaber zu agieren, sodass am Ende noch alle zehn Teams am Start sind", sagt Horner.

Auch er erkennt eine gewisse Bedrohung für die Existenz der Rennserie und ihrer Beteiligten: "Die Welt hat sich verändert und natürlich haben wir herbe Rückschläge bei unserem Einkommen erlitten. Und: Wir wissen noch gar nicht, wie schwer es die Formel 1 [insgesamt] erwischen wird." (Hier unseren Coronavirus-Ticker mit Infos zu Absagen und Verschiebungen abrufen!)

Den Teams bleibe daher nichts übrig, als den jeweiligen behördlichen Anweisungen in ihrem Heimatländern Folge zu leisten, so Horner weiter. "Außerdem verständigen sich die Personalchefs aller Rennställe untereinander, damit wir möglichst konstant vorgehen." Zum Beispiel in Sachen Kurzarbeit für Mitglieder der Rennteams.

Diese Solidarität innerhalb der Formel 1 bezeichnet Horner als "positiv und proaktiv" und sagt: "Wir haben den Sport im Hinterkopf. Entscheidend ist, dass wir jetzt kollektiv handeln."

Fotos & Fotostrecken
Foto zur News: Michael Schumacher: Die Mercedes-Jahre
Michael Schumacher: Die Mercedes-Jahre
Foto zur News: F1: Grand Prix von Spanien (Barcelona) 2024
F1: Grand Prix von Spanien (Barcelona) 2024
Sonntag

Foto zur News: Feuer im Motorhome von McLaren beim Formel-1-GP in Spanien 2024
Feuer im Motorhome von McLaren beim Formel-1-GP in Spanien 2024

Foto zur News: F1: Grand Prix von Spanien (Barcelona) 2024
F1: Grand Prix von Spanien (Barcelona) 2024
Samstag

Foto zur News: F1: Grand Prix von Spanien (Barcelona) 2024
F1: Grand Prix von Spanien (Barcelona) 2024
Freitag
Folge Formel1.de
Videos
Foto zur News: Briatore & Schumacher: Kommt's zur Reunion?
Briatore & Schumacher: Kommt's zur Reunion?
Foto zur News: 400+ Euro für ein Ticket: Was bietet die F1?
400+ Euro für ein Ticket: Was bietet die F1?

Foto zur News: Hätte McLaren Norris besser draußen gelassen?
Hätte McLaren Norris besser draußen gelassen?

Foto zur News: So wird die Formel 1 ab 2026!
So wird die Formel 1 ab 2026!
Formel-1-Quiz

Welcher Formel-1-Weltmeister feierte am 25.04.2004 seine erste Pole Position?

Top-Motorsport-News
Foto zur News: "Echter Kämpfer": Wie es dem schwer verletzten Grasser-Mechaniker geht
DTM - "Echter Kämpfer": Wie es dem schwer verletzten Grasser-Mechaniker geht

Foto zur News: 24h Le Mans 2024: Wieso bekam Ferrari für das 'Unsafe Release' keine Strafe?
WEC - 24h Le Mans 2024: Wieso bekam Ferrari für das 'Unsafe Release' keine Strafe?

Foto zur News: WRC Rallye Italien 2024: Ogier-Drama beschert Tänak ersten Saisonsieg
WRC - WRC Rallye Italien 2024: Ogier-Drama beschert Tänak ersten Saisonsieg

Foto zur News: Türkischer Sim-Racer Cem Bölükbasi bekommt Chance in der Formel 2
F2 - Türkischer Sim-Racer Cem Bölükbasi bekommt Chance in der Formel 2
Anzeige Unser Formel-1-Shop bietet Original-Merchandise von Ferrari Racing Teams und Fahrern - Kappen, Shirts, Modellautos und Helme von Charles Leclerc und Carlos Sainz