• 18. Oktober 2019 · 19:39 Uhr

Topteams lehnen Vorschlag ab: Keine Qualifying-Rennen 2020!

Die Formel 1 wird die Idee der Qualifying-Rennen nicht weiter verfolgen - Drei Rennen sollten zum Testballon werden, doch bei den Teams gibt es keine Einigkeit

(Motorsport-Total.com) - Die Formel 1 wird 2020 keine Qualifying-Rennen abhalten. Eigentlich hatte man vorgeschlagen, in der kommenden Saison bei den drei Rennen in Frankreich, Belgien und Russland ein solches Sprintrennen abzuhalten, der Plan wurde jedoch bei einem Treffen in Paris in dieser Woche verworfen, weil nicht alle Teams dafür waren.

Charles Leclerc, Valtteri Bottas, Lewis Hamilton, Sebastian Vettel

Zu einem Start wird es auch künftig nur einmal pro Rennwochenende kommen Zoom Download

Die Idee dahinter war, dass man ein solches Qualifying-Rennen bei ausgewählten Events für 2021 testet. Dabei wäre man am Samstag ein Sprintrennen über rund 100 Kilometer in umgekehrter WM-Reihenfolge gefahren, um so die Startpositionen für den Grand Prix am Sonntag zu ermitteln. Dafür wäre jedoch Einstimmigkeit notwendig gewesen.

Es heißt, dass die Topteams gegen den Vorschlag gewesen sein sollen, da sie glauben, dass es für sie zu schwierig wäre, in der Zeit genügend Boden gutzumachen. Allerdings sollen sie einen Kompromiss vorgeschlagen haben: Es hätte ein Qualifying-Rennen geben können, die Startreihenfolge wäre aber beispielsweise aus dem Ergebnis des zweiten Freien Trainings gebildet worden.

Doch davon sind die Formel-1-Bosse nicht überzeugt, weil das Potenzial für eine durchmischte Startaufstellung nicht so stark vorhanden gewesen wäre - und genau das sollte das neue Format aber mit sich bringen.

Zudem gilt das aktuelle Qualifying-Format als beliebt, sodass es wenig Sinn gehabt hätte, es gegen ein System zu tauschen, bei dem fast das gleiche Ergebnis herauskommt.


Fotostrecke: Die 10 kuriosesten Formel-1-Ideen von Bernie Ecclestone

Im vergangenen Monat hatte Formel-1-Sportchef Ross Brawn betont, dass die Serie offen für Experimente sein müsse, wenn man mit der Zeit gehen will. "Ich verstehe, dass die Puristen vielleicht besorgt sein könnten, aber wir sollten uns vor Experimenten nicht fürchten, sonst können wir keine Fortschritte machen", sagte er.

Die Formel 1 hatte gehofft, dass die drei Test-Qualifying-Rennen Erkenntnisse liefern würden, ob das Format in Zukunft öfter eingesetzt werden könnte. Ohne eine klare Antwort wird man das für 2021 aber kaum einführen, auch wenn dann nur noch eine einfache Mehrheit für die Änderung notwendig wäre.

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